Lokalsport: Bayer-Frauen hadern mit sich selbst

Lokalsport: Bayer-Frauen hadern mit sich selbst

Das 1:1 gegen Werder Bremen brachte nicht den erhofften Befreiungsschlag.

Das 1:1 (0:1) beim SV Werder Bremen sorgte bei Bayers Fußballerinnen für gemischte Gefühle. Einerseits war das Team von Trainer Thomas Obliers froh, nach einer schwachen ersten Hälfte den Rückstand nach der Pause noch ausgeglichen zu haben. Andererseits haderten die Leverkusenerinnen auch mit dem Ergebnis. Sie trauerten der Chance nach, den Vorsprung auf die Abstiegsränge zu vergrößern. Die beginnen weiter bei den Hansestädterinnen - und damit nur zwei Punkte hinter Bayer.

Nach dem Pokal-Aus in Freiburg hatten die Gäste vom Rhein auch beim Gastspiel an der Weser zunächst erhebliche Probleme, in die Partie zu finden. Das Pressing des Aufsteigers im Mittelfeld zeigte Wirkung - weil Werder somit immer wieder zu Balleroberungen kam und dann lange Pässe auf die schnellen Angreiferinnen spielte. Ein solcher war auch der Ausgangspunkt des Führungstreffers. Der Pass fand zwar zunächst nicht sein Ziel. Doch der missglückte Versuch einer Leverkusenerin, per Kopf zu klären, brachte den Ball zu Cindy König - und die bediente mit einem Zuspiel in die Schnittstelle Torschützin Maren Wallenhorst (41.).

Beinahe hätte Werder die Führung sogar ausgebaut, doch Königs Direktabnahme (44.) landete an der Latte, und der Schuss von Stefanie-Antonia Sanders (48.) wurde von Keeperin Anna Klink abgeblockt und auf der Linie geklärt. Zumeist waren es nach der Pause aber die deutlich verbesserten Leverkusenerinnen, die das Spiel bestimmten und auf den Ausgleich drängten. So war das 1:1 durch einen sehenswerten Kopfball von Marisa Ewers (67.) nicht einmal unverdient. Der Treffer weckte die Leverkusener Lust auf mehr. Doch trotz der Hereinnahme von Rebecca Knaak und der Beorderung von Sharon Beck in die Spitze blieben klare Gelegenheiten der Gäste Mangelware. Die beste Chance ergab sich sechs Minuten vor dem Abpfiff: Doch Jessica Wichs Kopfball wurde zur sicheren Beute von Werder-Keeperin Jessica Martens.

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Weiter geht es für die Obliers-Elf schon am Freitagabend um 19.15 Uhr mit einer kniffligen Aufgabe vor eigenem Publikum. Zu Gast im Ulrich-Haberland-Stadion ist dann zum Livespiel des neunten Spieltags (Fernsehübertragung bei Eurosport, Internetstream bei DFB-TV) Titelverteidiger FC Bayern München.

Bayer: Klink - Gasper, Kempe, Krahn, Simon, Leluscko (63. Weber) - Beck, Ewers - Sundov (78. R. Knaak), Wich, Schwab.

(RP)
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