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Fußball: Baumberger Frauen sind auf dem Vormarsch

Fußball : Baumberger Frauen sind auf dem Vormarsch

Landesliga-Fußballerinnen der Sportfreunde schafften mit Trainer Dirk Koslat als starkes Team den Aufstieg in die Niederrheinliga.

Die Ansprüche sind gewachsen, seit Dirk Koslat vor ziemlich genau zwei Jahren sein Amt als Trainer bei den Landesliga-Fußballerinnen der Sportfreunde Baumberg (SFB) antrat. Schon in Koslats erster Saison sollte möglichst der Aufstieg in die Niederrheinliga her - und deshalb ging den Verantwortlichen damals der fünfte Rang in der Abschlusstabelle gehörig gegen den Strich. Heute, knapp ein Jahr später, sieht die Situation viel freundlicher aus. Bereits zwei Spieltage vor dem Ende der aktuellen Serie brachte Baumberg mit dem 1:0 beim Verfolger SV Schaephuysen den Aufstieg in die Niederrheinliga unter Dach und Fach.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Kader bedeutend größer geworden. Aus 17 Spielerinnen, die seinerzeit zur Verfügung standen, sind inzwischen 23 ambitionierte Fußballerinnen geworden. "Wir sind heute viel flexibler, wenn etwas Unerwartetes passiert", meint der 49 Jahre alte Koslat, der in der Vergrößerung des Aufgebots den Schlüssel für den Aufstieg sieht. "Sicher kam aber auch das gewisse Quäntchen Glück hinzu", glaubt Koslat.

Hier dürfte der SFB-Coach besonders die Gesundheit seiner Spielerinnen meinen, die weitgehend von Verletzungen verschont blieben - was im Jahr zuvor anders war. Insbesondere gegen Ende der Serie 2012/2013 hatte sein Team immer wieder Schwierigkeiten, eine konkurrenzfähige Truppe aufzubieten. Dieses Problem kennen die Sportfreunde nicht mehr. Koslat konnte in der Saison 2013/2014 aus dem Vollen schöpfen und zugleich auf die Effektivität seiner Mannschaft bauen: "Auch damals haben wir uns eigentlich immer Chancen herausgespielt, aber dort fehlte uns oft die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor."

Durch Marina Hergenröther haben die Sportfreunde sogar eine eingebaute Torgarantie in den eigenen Reihen. Die Stürmerin kann nach dem Sieg in Schaephuysen und dem 6:0 (2:0) gestern gegen die SSVg. Velbert die beeindruckende Quote von 31 Treffern in 25 Spielen vorweisen. Ähnlich sticht das Torverhältnis der Baumbergerinnen heraus, das mit 81:10 Treffern (plus 71) den Klassen-Bestwert bedeutet. "Hier muss ich Torhüterin Jennifer Alius hervorheben, die ein herausragender Rückhalt war", schwärmt Koslat. Gleich vier der nur zehn Gegentreffer gab es beim 1:4 gegen den TSV Kaldenkirchen - was die Leistung der Defensive in den übrigen Auftritten unterstreicht.

Das Spiel gegen Kaldenkirchen (Ende März) brachte die bisher einzige Niederlage für den Tabellenführer. In wirkliche Gefahr geriet das Projekt Niederrheinliga zu keinem Zeitpunkt - und trotzdem war der einfach wirkende Durchmarsch eine Überraschung, weil die Leistungsdichte in der Landesliga durch die Verringerung von drei auf zwei Gruppen deutlich gestiegen ist.

Der Trainer findet den souveränen Auftritt ebenfalls erstaunlich und er schöpft daraus Zuversicht: "Wir wollen uns jetzt nicht zehn Jahre über die Niederrheinliga freuen. In zwei Jahren kann die Regionalliga ein Thema werden." Bis in die dritthöchste Spielklasse ist es jedoch ein weiter Weg. Angesichts der Entwicklung der Sportfreunde in den vergangenen zwei Jahren liegt dennoch die Vermutung nahe, dass die Ansprüche weiter wachsen werden.

(mol-)