Lokalsport: Baumberger bleiben in der Hitze eiskalt

Lokalsport : Baumberger bleiben in der Hitze eiskalt

Der Fußball-Oberligist gewann die von zahlreichen Fehl-Entscheidungen geprägte Partie gegen Vohwinkel mit 8:2.

Es ging eigentlich um nichts mehr, dafür aber bisweilen bei sommerlichen Temperaturen hoch her. Dafür war in erster Linie der Fußball-Oberligist SF Baumberg (SFB) verantwortlich, der die Partie gegen den als Absteiger feststehenden FSV Vohwinkel Wuppertal mit 8:2 (4:0) für sich entschied. Das Team von Trainer Salah El Halimi erzielte seinen höchsten Saisonsieg und festigte zugleich den dritten Tabellenplatz. Nur der neue Erste SpVg. Schonnebeck (62 Punkte) und der Zweite SV Straelen (61) liegen vor den Baumbergern (58). Für heiße Diskussionen sorgte aber auch der Unparteiische Okan Uyma (Duisburg), der mindestens vier gravierende Fehl-Entscheidungen traf. Glück für alle Beteiligten: Niemand musste sich am Ende entscheidend benachteiligt fühlen.

Beispiel eins, die vierte Minute: Wuppertals Toni Zupo versucht einen Schuss aufs Tor der Hausherren. Im Strafraum dreht sich Innenverteidiger Kosi Saka zur Seite, ehe der Ball auf seinen angelegten Arm trifft. Der Unparteiische gibt einen Strafstoß, den der FSV durch Atsushi Kanahashi zum 1:4 verwertet.

Beispiel zwei, die 51. Minute: Baumbergs Ali Can Ilbay dringt in den Strafraum ein und ist bereit fürs 5:1, kommt aber nach dem Einsatz von Moritz Winter zu Fall - eine relativ deutliche Angelegenheit. Diesmal bleibt der Elfmeterpfiff aus.

Beispiel drei, die 65. Minute: Wieder sind Ali Can Ilbay und Winter beteiligt. Der Wuppertaler will klären - was gelingt. Anschließend jedoch stürzt der Baumberger erneut. Und diesmal gibt Uyma einen Strafstoß, den er nicht hätte pfeifen dürfen. SFB-Innenverteidiger Saka, vorhin der Geschädigte, erhöhte jetzt trotzdem humorlos auf 5:1.

Beispiel vier, die 88. Minute: FSV-Keeper Asterios Karagiannis hätte die Situation durch Wegschlagen des Balles klären können, begibt sich aber in einen Zweikampf mit SFB-Stürmer Miguel Lopez Torres. Der hält, wie später alle zugeben, den Torhüter kurz fest. Problem: Inzwischen ist Baumbergs Robin Hömig hinzugeeilt und erhöht als lachender Dritter auf 8:2. Der Treffer hätte nicht zählen dürfen. Für den Gäste-Schlussmann kommt es noch dicker: Weil er sich zu sehr aufregt, sieht er die Rote Karte.

Für die Höhepunkte auf dem Platz waren fast nur die Sportfreunde zuständig, die selbst in mäßig schnellen Phase einen Klassen-Unterschied aufzeigten. Beim 1:0 (8.) durfte sich Robin Hömig die Ecke aussuchen, ehe er den von Wiren Bhaskar und Ali Daour eingeleiteten Angriff mit dem 2:0 (25.) vollendete. Daours 3:0 (30.) drückte die Kräfteverhältnisse bereits ganz gut aus, ehe Roberto Guirino die personellen Nöte der Hausherren vergrößerte. Bei seiner Szene, die das 4:0 hätte bringen können (37.), knickte er um - das Aus. "Es hat übel geknackt, das hörte sich nicht gut an", berichtete der Mittelfeldspieler. Trainer Salah El Halimi sah es mit Sorge: "Ich hätte lieber auf das eine oder andere Tor verzichtet und dafür eben nicht Roberto verloren."

Nach dem 4:0 (44.) durch Hömig folgte das Wuppertaler 1:4 (50.), bevor Saka das 5:1 (67.) erzielte. Fußballerisch sehr ansehnlich gestalteten Vorbereiter Ali Can Ilbay und Vollender Patrick Jöcks das 6:1 (72.). Dann drückte Miguel Lopez Torres den Ball zum 7:1 (79.) über die Linie. Baumbergs zögerliches Eingreifen brachte den Gästen noch das 2:7 (81.), doch das Finale mit den Herren Karagiannis und Lopez Torres den vorherigen Sechs-Tore-Abstand zurück - 8:2 (88.).

"Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen", fand Trainer El Halimi, "wir haben konzentriert und effektiver als zuletzt nach vorne gespielt. Das war wichtig nach den beiden Niederlagen." Dass sein Team weitere gute Gelegenheiten vergab, verkraftete er locker. Es lag ja vor allem an seiner Mannschaft, dass die Partie eine heiße Angelegenheit war.

SF Baumberg: Schwabke, Bhaskar, Saka, Jöcks, Nadidai, Pusic, Guirino (41. Fedler), Ilbay, Hömig, Daour (63. Knetsch), Weber (69. Lopez Torres).

(RP)
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