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Fußball: Bärenstark: Baumberg verkauft sich teuer

Fußball : Bärenstark: Baumberg verkauft sich teuer

Fußball-Oberligist verlor im DFB-Pokal mit 1:4 gegen den FC Ingolstadt, war aber nach dem 1:2-Anschluss phasenweise gleichwertig.

So viele strahlende Gesichter gab es wohl selten nach einer auf dem Papier doch deutlichen Niederlage. Die Oberliga-Fußballer der Sportfreunde Baumberg (SFB) verabschiedeten sich mit dem 1:4 (0:2) gegen den FC Ingolstadt wie erwartet aus der ersten Runde des DFB-Pokals. Ganz und gar nicht zu erwarten war aber die Art und Weise. Denn der Außenseiter bot dem Zweitligisten lange die Stirn – und zwischenzeitlich lag sogar die Sensation in der Luft. Nur in den ersten Minuten agierten die Gastgeber im Ulrich-Haberland-Stadion in Leverkusen sehr vorsichtig. Ingolstadt übernahm das Kommando, produzierte jedoch aus dem Spiel heraus nur wenig Gefahr.

Torszenen resultierten aus ruhenden Bällen, die immer in den Aufgabenbereich von Tamas Hajnal fielen. Der Neuzugang (erst am Donnerstag vorgestellt) zirkelte seinen ersten Freistoß noch knapp vorbei (3.). Der nächste aus knapp 30 Metern fand dann aber den Weg vorbei an der Mauer und zum 0:1 (14.) ins Baumberger Tor. Der frühe Gegentreffer hätte dem Favoriten Aufwind geben müssen. Aber das Gegenteil war der Fall: Die Baumberger legten jetzt ihre Nervosität ab und spielten plötzlich mutig mit.

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Ausdruck des neuen Selbstvertrauens waren zwei gute Möglichkeiten. Einen Freistoß von Sebastian Schweers konnte Hayreddin Maslar mit dem Kopf nicht gefährlich genug verwerten (22.). Kurz darauf schickte Maslar den Kollegen Louis Klotz in Überzahl etwas zu steil. So war der Winkel sehr spitz und Ingolstadts Keeper Ramazan Özcan konnte den Klotz-Schuss ohne große Mühe zur Ecke abwehren (27.).

"Wir hatten in der ersten Halbzeit zu viel Respekt. Deswegen war die Führung zur Pause verdient", fand SFB-Trainer Markus Kurth. Das 0:2 bot trotzdem einigen Stoff für Diskussionen, denn Christian Eigler setzte sich hier rüde und gegen Nils Esslinger durch – was der sonst sehr kleinlich leitende Unparteiische Sören Storks durchaus hätte abpfeifen können. "Es ist ärgerlich, wenn ich mir ansehe, was er sonst so alles gepfiffen hat", fand Esslinger. Im Anschluss an Eiglers Lattenschuss köpfte Ümit Korkmaz ohne Probleme ein (42.) und zur Pause dachten viele schon an die Entscheidung.

Doch es kam anders und die Sportfreunde mutig aus der Kabine. Ivan Pusic (49.) und Sebastian Michalsky (50.) verpassten den Anschlusstreffer knapp. Einen präzisen Schweers-Freistoß köpfte Uwe Brüggemann dann aber zum 1:2 (52.) ein und der Außenseiter durfte wieder an seine Chance glauben. Maslars Kopfball ging kurz darauf denkbar knapp daneben (60.). Und ob Schweers vor seinem Treffer in der 70. Minute wirklich im Abseits stand, wird wohl nie endgültig zu klären sein.

Mitten hinein in diese Phase setzte Ingolstadts Caiuby ganz unromantisch mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das 1:3 (77.). Damit und mit der berechtigten Gelb-Roten Karte gegen Christian Beckers (82./Foul) war der Traum von der Sensation ausgeträumt. Der Schlusspunkt zum 1:4 durch den eingewechselten Manuel Schäffler war zwar ärgerlich, änderte aber im Grunde nichts mehr (89.).

(rod-)