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Badminton: Badminton: FC Langenfeld tritt auf der Stelle

Badminton : Badminton: FC Langenfeld tritt auf der Stelle

Der Zweitligist brachte vom TSV Trittau II einen 5:3-Erfolg mit, kassierte aber im Heimspiel gegen BW Wittorf eine 3:5-Niederlage.

Eigentlich sollte der Doppelspieltag für den Badminton-Zweitligisten FC Langenfeld (FCL) etwas mehr Klarheit bringen, doch nach dem Abschluss der Hinrunde ist er keinen Schritt weiter. Der erste Einsatz brachte zwar ein 5:3 beim Tabellenletzten TSV Trittau II, aber das Heimspiel gegen BW Wittorf ging mit 3:5 verloren. Der mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartete FCL tritt daher als Fünfter (7:7 Punkte) in der Tabelle irgendwie auf der Stelle. Einziger Trost: Durch die Ergebnisse der anderen Teams ist nach wie vor alles drin - allerdings in beide Richtungen.

 Konzentration zwei: Mike Joppien, Badmintonspieler aus Leidenschaft, ist mit 36 Jahren immer noch eine Stütze des Teams.
Konzentration zwei: Mike Joppien, Badmintonspieler aus Leidenschaft, ist mit 36 Jahren immer noch eine Stütze des Teams. Foto: Ralph Matzerath (ARCHIV)

"Im Grunde sind wir genauso schlau wie vorher", sagt Routinier Mike Joppien, auf den sich Langenfeld im ersten Herren-Doppel an der Seite von Philipp Wachenfeld verlassen konnte. Das Duo gewann zweimal weitgehend ungefährdet. "Die Mannschaften sind alle sehr eng zusammen und es ist noch vieles möglich", betont der 36-Jährige, "allerdings müssen wir uns in der Rückrunde steigern, wenn wir oben mitspielen wollen." Schlaflose Nächte habe aber grundsätzlich niemand angesichts der bisher eher durchwachsenen Saison.

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In Trittau legte der FCL einen Auftakt nach Maß hin, denn er gewann beide Herren-Doppel souverän. Joppien/Wachenfeld und Sven Eric Kastens/Ryan McCarthy benötigten jeweils zwei Sätze. Jeanine Cicognini zog im Damen-Doppel mit Fabienne Köhler nach - und der FCL konnte jetzt eigentlich beruhigt sein. Weil Cicognini, Kastens und Maxime Moreels ihre Einzel überraschend verloren, wurde es trotzdem noch einmal eng. Am Ende war es nur dem Erfolg im Mixed und dem dritten Herren-Einzel von Philipp Wachenfeld zu verdanken, dass Langenfeld mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise antrat. "Trittau hat uns das Leben richtig schwer gemacht", meint Joppien, "aber alles andere als ein Sieg beim Letzten wäre sehr enttäuschend gewesen."

Gegen Wittorf hatte der FCL viel mehr Mühe. Zwar gewannen Wachenfeld/Joppien und Cicognini/Köhler erneut ihre Doppel, doch bereits im zweiten Herren-Doppel deutete sich an, dass es ein komplizierter Nachmittag für die Gastgeber werden sollte. Kastens/McCarthy mussten sich klar geschlagen geben und im Mixed hatten Wachenfeld/Köhler trotz einer guten Leistung knapp das Nachsehen. In drei Sätzen unterlag auch Kastens. Er gab den Sieg gegen den von ihm noch nie bezwungenen Rafal Hawel nach einem guten Auftakt aus der Hand. "Das ist ein bisschen der Angstgegner von Sven", erklärte Mike Joppien, "ich glaube, am Ende hat ihm die nötige Frische gefehlt, um so ein Spiel zu drehen."

Maurice Deprez und Maxime Moreels, der ein durchwachsenes Wochenende ablieferte, verloren ihre Einzel. Jeanine Cicognini steuerte durch den Erfolg über Neele Voigt immerhin einen weiteren Zähler bei. "Wittorf ist eine der stärksten Mannschaften der Liga", betonte Joppien, der trotzdem ein wenig mit der Niederlage gegen den neuen Tabellenführer haderte: "Es hat nicht viel gefehlt und wir hätten ein Unentschieden geholt. Es waren knappe Spiele dabei, die wir in der Rückrunde auf jeden Fall konsequenter für uns entscheiden müssen."

In drei Wochen tritt Langenfeld am 30. November (14 Uhr) bei der SG EBT Berlin an, die mit 7:7 Zählern punktgleich ist, aber durch das schlechtere Spielverhältnis den ersten Abstiegsplatz belegt (Siebter). Nach dem 4:4-Unentschieden aus der Hinrunde hält Joppien für entscheidend, ob sich etwaige Reisestrapazen für die Mannschaft auf dem Weg in die Hauptstadt vermeiden lassen. "Im vergangenen Jahr sind wir am Spieltag nach Berlin gefahren und waren daher etwas gerädert. Diesmal ist geplant, dass wir am Samstag losfahren - und dann sonntags ausgeschlafen ins Spiel gehen können." Anders wird sich die diffuse Situation vermutlich auch nicht aufklären lassen.

(dora)