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Aufsteiger beendet starkes Jahr erfolgreich

Schach : Aufsteiger beendet starkes Jahr erfolgreich

Hinter der ersten Mannschaft des Schachclub Monheim/Baumberg liegt eine erfolgreiche Saison, denn der Aufsteiger schaffte in der Verbandsliga den Klassenerhalt und erreichte am Ende den sechsten Tabellenplatz – was weit über den eigenen Erwartungen lag.

Weil das Team bereits am drittletzten Spieltag mit dem 4,5:3,5 beim Godesberger SK III in Sicherheit war, konnte es das Saisonfinale sehr entspannt angehen. Deshalb entschlossen sich die Monheimer, die Fahrt zur Partie beim SV Dormagen mit dem Fahrrad anzutreten. Über den Rhein kam der Verbandsliga-Neuling mit dem „Piwipper Böötchen“, das zu diesem Zweck für die „Schachradler“ sogar eine Viertelstunde früher als üblich loslegte. „Dafür gilt den Verantwortlichen unser besonderer Dank“, sagt Daniel Schalow, der zur Aufsteiger-Mannschaft gehört und seit knapp drei Monaten auch der 1. Vorsitzende des Vereins ist.

Die Stimmung in der Reisegruppe war hervorragend und das Wetter passte ebenfalls, sodass alle das Spiellokal der Dormagener pünktlich erreichten. Dort genehmigten sich beide Seiten dann zum Abschluss einen Vier-Stunden-Kampf, in dem beim Stande von 3,5:3,5 noch jeder Ausgang im Bereich des Möglichen lag. Nikolai Schmald sorgte dann an Brett fünf durch seinen vollen Punkt dafür, dass sich die Gäste letztlich über einen 4,5:3,5-Sieg freuen durften. Zuvor hatte David Maciag (Brett vier) für den ersten Zähler gesorgt, ehe Franz Woltering (zwei) und Ingo Krause (drei) jeweils ein Remis erzielten. Nach der Niederlage von Adrian Beck (acht) sorgte Jozo Sicaja (sieben) umgehend wieder für die Monheimer Führung (3,0:2,0), doch nun leistete sich Spitzenspieler Schalow an Brett eins einen schweren strategischen Fehler und musste sich danach geschlagen geben. Für die Entscheidung blieben noch die Bretter fünf und sechs.

Jens Bosbach (sechs) hatte im Endspiel einen Bauern mehr, konnten diesen Vorteil jedoch nicht ausnutzen und schaffte nur einen halben Zähler – 3,5:3,5. Es folgte der große Auftritt von Nikolai Schmald, der seinen Kontrahenten von Beginn an unter Druck setzte und später ins Matt zwang. Sein ganzer Punkt brachte nicht nur den Tagessieg, sondern auch Rang sechs in der Abschluss-Tabelle. Mit zwölf Mannschaftspunkten lag der Neuling weit vor dem ersten Abstiegsplatz (vier/Rheinpark Köln). „Das ist sensationell“, findet Schalow. Das Ergebnis feierten die Monheimer anschließend ausgiebig in der Gaststätte am Fähranleger der „Piwipp“. Es wurde eine sehr humorvolle und launige Saison-Nachbesprechung.

Einen Rekord bescherte dem Schachclub auch die Auflage 2019 des Jugend-Schnellschach-Turniers, denn es nahmen 70 Kinder und Jugendliche teil – noch mehr als 2018. Klar: Der Verein registriert die Entwicklung mit Genugtuung und sieht sich in seiner Arbeit bestätigt. Bei 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie sowie sieben angesetzten Runden kam jeder Starter immerhin noch auf etwa dreieinhalb Stunden Schach. Folge: Zusammen mit der jeweiligen Vorbereitung und der Siegerehrung erstreckte sich der Wettkampf über rund fünf Stunden. Trotzdem verging der kurzweilige Tag für die allermeisten Schach-Talente wie im Fluge.

Den Sieg in der Gesamtwertung holte sich Idris Asadzade (Königsspringer Leverkusen), der ungeschlagen blieb und auf sieben Punkte kam. Dahinter folgten Linus König (Schlebusch) und Boris Schmidt (Düsseldorfer SV), die sechs Zähler schafften. Beste Monheimer Teilnehmer waren Daniel Morlock (Siebter), Eike Andreas (Achter) und Tobias Pincornelly (Rang 14) mit jeweils fünf Punkten. Geehrt wurden auch die Besten in einigen weiteren Klassen (Jahrgänge 2004 bis 2010, Jahrgänge 2011 und jünger, Mädchen), für die Pokale zur Verfügung standen. Alle Teilnehmer bekamen zudem eine Plakette des gastgebenden Schachclubs und sie durften sich zusätzlich einen der ausgelegten Sachpreise aussuchen (Bücher, Spiele, Schach-Accessoires).

Das von vielen freiwilligen Helfern angebotene Catering im Vorraum des großen Saals in der Volkshochschule rundete den Tag ab. Das Turnier fand bei Teilnehmern, Betreuern, Trainern und Eltern so großen Anklang, dass viele sofort ihr Kommen fürs nächste Jahr ankündigten.