Handball: Anspruchsvoll: Trainer Leszek Hoft will noch mehr Geschwindigkeit

Handball : Anspruchsvoll: Trainer Leszek Hoft will noch mehr Geschwindigkeit

Handball-Oberligist SG Langenfeld tritt als Favorit beim TuS Treudeutsch Lank an. Der oberste Übungsleiter sieht für sein Team durchaus Luft nach oben.

Die Gegensätze könnten krasser kaum sein für den Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL). Heute Abend (19.30 Uhr) tritt das Team um Trainer Leszek Hoft als Spitzenreiter beim TuS Treudeutsch Lank an – der zuletzt eine 17:35-Niederlage hinnehmen musste. Und am 5. Oktober erwartet Langenfeld den TV Aldekerk, der jene Lanker in deren eigener Halle demontierte. Noch ein Quervergleich zur Einordnung des TuS: Der Gastgeber der SGL gewann zum Saison-Auftakt knapp mit 31:30 beim TuS Wermelskirchen, den wiederum Langenfeld zuletzt mit 41:26 beherrschte. Langenfelds Trainer Hoft hält wenig von derartigen Rechenspielen. Er bevorzugt die Konzentration auf die nächste Aufgabe: "Wir müssen auf uns sehen. Wir müssen da anfangen, wo wir gegen Wermelskirchen aufgehört haben."

Da bot Langenfeld erst in der zweiten Hälfte eine gute Leistung – die es dann sogar in sich hatte. Hofts Team suchte immer wieder den Weg zu höchstem Tempo, das den Gegner sichtlich überforderte. Trotzdem war der SGL-Trainer mit dem Auftritt noch nicht hundertprozentig einverstanden. Das kleidete er in scherzhafte Worte: "Es scheint ja so, dass wir nur für 30 Minuten Dampf machen können. Also haben wir die Belastung im Training etwas angezogen." Grundsätzlich ergibt sich daraus aber nur, dass sein Team trotz des zufriedenstellenden Starts mit zwei Siegen insgesamt Luft nach oben hat. "Die schnelle Mitte klappt noch nicht so", findet Hoft, "und die zweite Welle ist noch zu langsam. Manches muss flüssiger werden."

Sicher ist, dass den Langenfeldern demnächst die Herbst-Unterbrechung (ab 20. Oktober) über das Prinzip Hoffnung gelegen kommt. "Erstens können wir uns in der Pause weiterentwickeln", findet Leszek Hoft, der zudem auf eine möglichst rasche Genesung von Dawid Rosiak spekuliert (Syndesmoseband gerissen). In den beiden ersten Partien fiel das Fehlen des Rückraumspielers nicht sonderlich ins Gewicht, weil andere gut in die Bresche sprangen. Ähnlich soll mit hundert Prozent Leidenschaft die Aufgabe in Lank laufen: "Für uns zählt nur eins – der Sieg." Wie sich die Dinge gegen stärkere Kontrahenten entwickeln, ist aber eine andere Frage.

Falls alles halbwegs normal läuft, wird spätestens das Duell mit Aldekerk der erste richtige Prüfstein für Langenfeld, das jetzt erneut auf einige verletzte Stammspieler verzichten muss. Auch das Debüt von Dustin Thöne verzögert sich, denn der Kreisläufer (aus Longerich gekommen), der zuletzt aus beruflichen Gründen gefehlt hatte, droht erkrankt auszufallen.

(RP)