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André Köhler übernimmt beim Fußball-Bezirksligisten SSV Berghausen

Im Blickpunkt: SSV Berghausen : Ex-Spieler Köhler kehrt als Trainer zurück

Der 41-jährige André Köhler beerbt Patrick Michaelis beim SSV Berghausen und will beim Fußball-Bezirksligisten seine Handschrift schnell erkennen lassen. Sven Otto bleibt als Co-Trainer an Bord.

Hinter Klaus Rubröder liegt eine intensive Zeit. So musste der Sportliche Leiter gemeinsam mit dem Vorstand des Fußball-Bezirksligisten SSV Berghausen überlegen, wer der geeignete Nachfolger für den aufgrund von Meinungsverschiedenheiten entlassenen Trainer Patrick Michaelis sein könnte. Nach einigen Gesprächen ist die Entscheidung zugunsten eines alten Bekannten gefallen: Ex-Spieler André Köhler. „André ist bei vielen in der Mannschaft und im Verein bestens bekannt. Auch menschlich wird er sehr gut zum SSV passen“, findet Rubröder.

Seit Jahrzehnten ist Köhler mit dem Amateurfußball eng verbunden. So war er ab 2005 als Spieler sehr erfolgreich für den Oberligisten VfB Homberg aktiv, bevor es ihn nach weiteren Stationen bei Viktoria Goch und beim VfL Tönisberg in die Region zum HSV Langenfeld zog. Nach zwei Jahren beim HSV spielte Köhler unter dem damaligen Trainer Siegfried Lehnert zwischen 2012 und 2014 für die Berghausener, bei denen er seine Karriere beendete. „Ich habe dann ein Jahr Pause eingelegt, in der ich direkt gemerkt habe, wie sehr mir der Fußball fehlte“, betont Köhler, der deshalb die Seiten wechselte und von 2015 bis 2018 als Lehnerts Co-Trainer arbeitete.

Andre Köhler als Trainer des SSV Berghausen heute. Foto: Fupa.net

Als Lehnert im Jahr 2018 sein Trainer-Amt an Patrick Michaelis abgab, zog sich auch Köhler zurück und widmete sich als junger Vater der Familie. Nach der Trennung von Michaelis meldete sich Rubröder nun im November bei Köhler: „Es hat mich wieder gepackt. Nach den Gesprächen mit Klaus freue ich mich sehr auf die kommende Zusammenarbeit“, sagt der neue Trainer. Durch seine Vergangenheit an der Baumberger Straße kennt Köhler bereits zwölf Spieler des aktuellen Kaders. Mit Torwart Daniel Nellen spielte er gar beim HSV Langenfeld noch zusammen.

Wie übernimmt ein neuer Trainer eine Mannschaft, wenn ein direkter Kontakt durch die Coronavirus-Pandemie nicht möglich ist? „Es war ein Einstieg der anderen Art“, berichtet Köhler. „Ich habe zum ersten Mal mit den Jungs gesprochen, indem wir eine Videokonferenz geführt haben. Mir war wichtig, dass ich meine Vorstellungen bezüglich der Mannschaftsführung, des Teamgeistes, der taktischen und spielerischen Ausrüstung direkt mitteile.“ Überdies telefoniert der 41-Jährige nun etwa häufig mit seinen Schützlingen.

Obgleich der Einstieg alles andere als einfach ist, verfolgt der neue Coach hohe Ziele. In den vergangenen drei Spielzeiten gehörte der SSV mit zwei achten Plätzen und einem sechsten Rang eher zum Mittelfeld der Liga. Und auch in dieser derzeit unterbrochenen Serie steht er momentan lediglich auf Rang sieben. „Mein Anspruch ist, dass wir nach oben kommen. Wir müssen unser spielerisches Potenzial voll ausschöpfen. Außerdem weiß ich, an welchen weiteren Stellschrauben ich noch drehen kann“, betont Köhler. Der Sportliche Leiter Rubröder fügt hinzu: „Wir wollen nicht nur lange Bälle schlagen, sondern einen spielerischen Ansatz verfolgen.“

Unterstützt wird Köhler von Co-Trainer Sven Otto (42), der bislang für Michaelis arbeitete. „Bisher hat Sven auf und neben dem Platz einen hervorragenden Job gemacht. Wir sind glücklich, dass André und Sven zusammengefunden haben“, erklärt Rubröder. Damit die Mannschaft weiterhin fit bleibt, teilte das Gespann individuelle Trainingspläne aus. Köhler bleibt realistisch: „Wir arbeiten bis zu einem ungewissen Zeitpunkt hin, an dem es wieder losgeht. Dann haben wir wohl nur zwei Wochen lang Training, um unsere taktische Formation vor dem ersten Spiel einzuüben. Hoffentlich kann man meine Handschrift schnell erkennen.“