Fußball : Alte und neue Mittel

Die Landesliga-Fußballer des HSV Langenfeld holten beim SV Hilden-Nord ein 3:3 und einen Punkt. TrainerGuido Röhrig hatte das System komplett umgestellt. Garant fürs Remis war aber wieder einmal die Kopfballstärke.

Prinzipiell lag mal wieder ein Tor in der Nachspielzeit in der Luft. Doch der starke Schiedsrichter Dustin Sikorski (Moers) hatte was dagegen und pfiff pünktlich ab. So kamen die Landesliga-Fußballer des HSV Langenfeld beim Tabellendritten SV Hilden-Nord zu einem 3:3 (2:1)-Unentschieden. Trainer Guido Röhrig war zufrieden: "Das ist auf jeden Fall ein gewonnener Punkt für uns. Auch wenn vielleicht sogar mehr drin war."

Die erste Überraschung gabs direkt zu Beginn. Röhrig schickte sein Team in einem 4-4-2-System auf den Platz. Weder die Viererkette in der Abwehr noch die Raute im Mittelfeld hatte es zuvor je in einem HSV-Pflichtspiel gegeben. "Das war natürlich ein Vabanque-Spiel. Aber unter dem Strich hat es ganz ordentlich funktioniert", fand Röhrig. Sein Team nutzte die neuen Räume und Wege gut aus und kompensierte die vorhandenen Unsicherheiten mit hohem läuferischen Einsatz. Röhrig: "Wir haben hinten nicht ein Mal in Unterzahl gestanden."

Effektive halbe Stunde

In einer ausgeglichenen Partie hatten beide Teams Probleme, zu gefährlichen Abschlüssen zu kommen. Langenfeld zeigte sich unter dem Strich effektiver, denn direkt die erste Chance brachte das 1:0. Nach einem langen Einwurf durch Jens Hülsen war Christian Engels hier per Kopf zur Stelle (8.). Als Hilden eine Ecke von Michael Otten nicht klären konnte, zog Andreas Gumilar von der Strafraumgrenze aus ab – und sein abgefälschter Schuss landete zum 2:0 im Tor (27.). Die Gastgeber antworteten schnell und kamen nach einer Ecke per Distanzschuss zum 1:2 (33.).

Hilden wurde nun stärker und vor der Pause musste HSV-Keeper Christian Hoffmann kurz hintereinander zweimal in der höchsten Not klären (36.). Nach dem Wechsel bestimmte Nord das Geschehen weitestgehend, aber nun spielte Langenfeld seine Stärken gut aus. Besonders bei hohen Bällen war Röhrigs Team deutlich überlegen. So scheiterten Martin Maibücher (47./übers Tor) und Engels (60./am Torwart) per Kopf jeweils knapp.

Erlösung wieder Kopfsache

Hilden hatte nun vorne das nötige Glück und drehte die Partie nach einem Freistoß (56.) sowie einer schönen Einzelaktion (65.) zum 3:2. Wer nun glaubte, dass der HSV einbrechen würde, sah sich getäuscht. Ohne Hektik spielte Langenfeld ruhig weiter und überstand selbst die gefährlichen Hildener Konter unbeschadet. Die Erlösung gabs dann wiederum per Kopf. Einen der vielen gefährlichen Hülsen-Einwürfe verlängerte Philipp Hombach zum Kollegen Stefan Laschewski, der den 3:3-Endstand erzielte (77.).

(RP)