Tennis : Alles für die Qualität

Der TC Grün-Weiß ist ab 14. August wieder Gastgeber für ein Ranglistenturnier. Nach der guten Premiere von 2010 freut sich der Vorsitzende Edgar Scholz auf Spieler aus ganz Deutschland und "ein bisschen besseres Tennis".

Das größte Geschenk bereitete sich der Tennis-Club Grün-Weiß Langenfeld (GWL) im vergangenen Jahr wohl selbst. Durch das pünktlich zum 50. Geburtstag ins Leben gerufene Ranglistenturnier des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) gabs auf der Anlage an der Lindberghstraße außergewöhnliche Leistungen zu sehen.

"Wir wollen, dass mal wieder ein bisschen besseres Tennis nach Langenfeld gebracht wird. Das hat im letzten Jahr wirklich gut geklappt — was ich, ehrlich gesagt, damals so nicht gedacht hätte", meint der GWL-Vorsitzende Edgar Scholz. Nach den positiven Erfahrungen laden die Langenfelder nun für die Zeit vom 14. bis zum 28. August zur zweiten Auflage des Ranglistenturniers ein (Sparkasse-Langenfeld-Cup), das jetzt auch von der Rheinischen Post präsentiert wird.

Das Turnier firmierte bis vor zwei Jahren als Tennis-Stadtmeisterschaft — und kam zu Endzeiten auf allenfalls 50 Starter, die sich in der Regel auf den Langenfelder TC 76 (LTC) oder den TC Grün-Weiß verteilten. "Normalerweise haben sich die Klubs der Stadt mit der Ausrichtung abgewechselt, aber das ist dann alles irgendwann eingeschlafen — auch deshalb, weil die anderen nicht immer die Plätze hatten, das zu machen", sagt Scholz.

Noch Kapazität nach oben

Weil ein letzter Versuch misslang, die Titelkämpfe irgendwie zu reaktivieren, wollte Grün-Weiß den Tennis-Freunden von außerhalb ebenfalls den Start beim Turnier ermöglichen. So sollte neben der Quantität gleichzeitig die Qualität nach oben klettern.

"Jetzt können aus ganz Deutschland Spieler kommen", betont der GWL-Vorsitzende. Während sich der Zuspruch bisher auf Nordrhein-Westfalen beschränkte, denkt Grün-Weiß inzwischen eine Nummer größer und über die 130 Premieren-Teilnehmer hinaus. "Wir haben eine tolle Anlage, mit zwölf Aschenplätzen ausreichend Raum — und von der Kapazität her Luft nach oben", findet Scholz. Er hofft nun vor allem, dass die Veranstaltung in ihrer Bekanntheit Stück für Stück wachsen wird.

Mit einer Trostrunde

Während es in den 26 Altersklassen an den Wochenenden um neun Uhr losgeht, folgt der erste Aufschlag an Wochentagen um 16 Uhr. Wie oft ein Spieler bis zum Turniersieg antreten muss, hängt naturgemäß von der zahlenmäßigen Konkurrenz ab. Damit die Verlierer der ersten Runde nicht nur für einen Auftritt gekommen sind, gehört eine Trostrunde zum Programm. "Mit den Anmeldezahlen sieht das wieder ganz gut aus", berichtet Edgar Scholz. Und sollte sich das Turnier dauerhaft nach Wunsch entwickeln, könnte sich Grün-Weiß zum nächsten Jubiläum erneut selbst ein schönes Geschenk machen.

(-ham)