Fußball : Alles beim Alten

Fußball-Landesligist TuSpo Richrath gewann zum zehnten Mal hintereinander das eigene Turnier zur Vorbereitung auf die Saison. Der Seriensieger setzte sich im Finale verdient gegen den Bezirksligisten SSV Berghausen durch – 3:0.

Fußball-Landesligist TuSpo Richrath gewann zum zehnten Mal hintereinander das eigene Turnier zur Vorbereitung auf die Saison. Der Seriensieger setzte sich im Finale verdient gegen den Bezirksligisten SSV Berghausen durch — 3:0.

Am Ende konnten irgendwie alle ganz gut mit dem Resultat leben. Vor allem der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath hatte einen richtigen Gute-Laune-Abend — was kaum verwundern konnte.

Das Team um den neuen Trainer Michael Kezmann wahrte schließlich beim eigenen Vorbereitungsturnier (Renault-Cup) die hausinterne Tradition und erzielte mit dem 3:0 (1:0) über den Bezirksligisten SSV Berghausen den zehnten Richrather Sieg in Folge seit 2002. "Ich bin sehr zufrieden. Es tut immer gut, das eigene Turnier zu gewinnen", stellte Kezmann fest. Weil seine Elf mehr Anteile und Chancen hatte, war der Erfolg auch gerecht.

SSV-Coach Siegfried Lehnert hielt sich nicht lange mit der ersten Enttäuschung auf: "Richrath hat verdient gewonnen, vielleicht ein Tor zu hoch. Wir haben zu viele Fehler gemacht." Das war in der Vorrunde ganz anders, als Berghausen die Richrather mit 2:1 bezwingen konnte.

Weil jetzt aber Christian Lehnert und Michael Forisch als Eckpfeiler aus diesem Duell fehlten, musste Berghausen seine Defensive fürs Finale umbauen. Die Unsicherheiten besonders aus der Anfangsphase übertrugen sich zugleich oft aufs Spiel nach vorne, sodass manche Aktionen bereits im Ansatz auf der Strecke blieben.

Erstklassige Chancen

Dennis Lichtenwimmer durfte die Flanke von Mehmet Sezer unbedrängt zum 1:0 (15.) für die Hausherren nutzen, die nach der Pause durch Pawel Kmiotek (45.) und Lichtenwimmer (51./Pfosten) weitere erstklassige Chancen bekamen. Berghausen hätte zwar bei seinen besten Offensiv-Aktionen ausgleichen können, wirkte jedoch nur bei den vielversprechenden Szenen für Martin Czogalla (53./Kopfball ans Aluminium) und Rizzelli (54.) vorne entschlossen.

Richrath auf der anderen Seite legte einen Gang zu — wobei besonders zwei Spieler in Erscheinung traten. Kmiotek (55.) und Sebastian Pichura (56.) deuteten bereits an, dass Richrath den nächsten Treffer wollte. Dann setzte sich der starke Kmiotek auf der rechten Seite durch — 2:0 (59.). Und Pichura sorgte kurz vor dem Ende fürs womöglich schönste Tor der Turnierwoche. Der 16-Meter-Schuss passte genau zum 3:0 (76.) ins rechte obere Eck.

Positive Erkenntnisse

Richrath zeigte, dass es breiter und taktisch disziplinierter aufgestellt ist als zuletzt — was sich gerade im Finale angesichts einiger fehlender Spieler des Kaders auszahlte. Der SSV nahm ebenfalls überwiegend Positives mit. "Wir sind froh und glücklich, dass wir das Endspiel erreicht haben. Nur das Happy End hat gefehlt", sagte Siegfried Lehnert, "wir haben genauso viele Spiele gewonnen wie Richrath." Am Ende konnten wirklich alle ganz gut mit dem Resultat leben.

(RP)