Reitsport: 830 Reiter starten auf Gut Langfort

Reitsport : 830 Reiter starten auf Gut Langfort

Vereinschef Wolfgang Domke ist begeistert – auch einige Lokalmatadoren satteln ihre Pferde.

Während sich auf der Tribüne der Dressuranlage noch gebannte Blicke auf die Prüflinge richteten, drang vom Hauptplatz bereits der gelöste Applaus nach gelungenem Ritt herüber: Beim Dressur- und Springturnier des Reitervereins Langenfeld Gut Langfort ging es Schlag auf Schlag: 830 Nennungen für eine ganze Reihe von Prüfungen hatte der Ausrichter notiert. „Das entspricht in etwa dem Durchschnitt der letzten Jahre“, sagte der Vereinsvorsitzende Wolfgang Domke.

Gut 20 von 150 Mitgliedern des Gastgebers gingen dabei selbst an den Start: Drei Prüfungen der Klasse A bestritt dabei zum Beispiel Janina Himmelmann: Die 21-Jährige hatte den jungen Hengst Chinoccio 3 mitgebracht. „Er war vielleicht noch ein wenig unsicher“, verriet sie. Ein erfahrenes Pferd, auf dem sie sonst auch M-Springen bestreitet, erhielt dafür eine Auszeit. Aktive Reiter sind seit etlichen Jahren auch Janina Himmelmanns Geschwister – und ihr Werdegang war im Gegensatz zu vielen anderen Pferdesportlern nicht geprägt durch das Elternhaus: „Alles hatte mit einem Urlaub begonnen, in dem wir an einem Ponyhof vorbeikamen“, erzählte Himmelmann. Die ersten Reitstunden folgten schnell. Über das Voltigieren gelangte die junge Frau schließlich zum Springreiten – und nimmt in den Sommermonaten etwa alle zwei Wochen an einem Turnier teil. Im Anschluss an die eigenen Prüfungen lohnte sich auch ein Blick auf die höherklassigen Prüfungen, die insbesondere den jüngeren Sportlern Anschauungsmaterial lieferten: „Es ist immer interessant zu sehen, welche Pferdetypen dabei sind und wie die Reiter damit umgehen“, erzählte Himmelmann.

Beim Höhepunkt des Wochenendes, dem Springen in der Klasse M**, gingen Reimund Hermann von der RTG Burg Blessem auf „Levado GL“ und Kristina Wrobel vom RC Hofgarten Düsseldorf auf „Colino 35“ nach fehlerlosen Durchgängen ins Stechen – und blieben auch dort ohne Strafpunkte: Hermann setzte sich schließlich mit einer Zeit von 36,48 Sekundengegen die Konkurrentin durch (38,28). Die Dressurprüfung Klasse M* in den Jahrgängen 1956 bis 1978 gewann Vanessa John vom RFV Hilgershof auf „Sayonara N“ mit der Wertnote 7,20, und in der Spanne von 1979 bis 2003 holte sich Julia Wann vom Neuss-Grefrather RC 1983 auf „Dr. Jackyl“ den Sieg mit der Wertnote 7,80. Zufrieden zeigte sich nach dem intensiven Reitsport-Wochenende auch Wolfgang Domke: „Es war ein sehr harmonisches Turnier unter optimalen Bedingungen.“

Die Turnierergebnisse sind abrufbar unter: www.equi-score.de

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