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Lokalsport: 3:4 - Damen des RTHC steigen ab

Lokalsport : 3:4 - Damen des RTHC steigen ab

Die Damen des RTHC Leverkusen sind aus der Hockey-Bundesliga abgestiegen. Auf der Zielgeraden der Saison unterlag der RTHC dem Crefelder HTC mit 3:4 (2:1) und ist nicht mehr erstklassig. In der Seidenstadt gab es das erwartet enge Spiel. Die Leverkusenerinnen führten lange, mussten aber in der Schlussphase den K.o.-Schlag hinnehmen. Mal wieder. Wortwörtlich in den letzten Sekunden ging die Bundesliga-Zugehörigkeit den Bach herunter. Exakt 17 Sekunden vor dem Ende erzielte Krefeld den vierten Treffer und kam aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus.

Die RTHC-Damen verstanden daraufhin die Welt nicht mehr. Wie schon 2015 und 2016, als auf dem Feld der Aufstieg im letzten Spiel vergeigt wurde, hat das Team vom Kurtekotten ein Endspiel verloren. Trainer Volker Fried musste nach der Partie erst einmal kräftig durchatmen und suchte nach Worten: "Das Ganze nimmt schon tragische Züge an. Es ist enttäuschend und tut weh." Sein Gegenüber, Krefelds-Trainer Sebastian Folkers, der fast sein gesamtes Hockeyleben im RTHC-Trikot verbracht hat, hatte nach dem Spiel ein komisches Gefühl: "Es tut mir für meinen Heimatverein leid. Am Ende haben Nuancen für uns entschieden."

In der rutschigen Halle in Krefeld lief zunächst alles nach Plan für die Leverkusenerinnen, denen ein Unentschieden zum Klassenerhalt gereich hätte. Isa Seekamp per kurzer Ecke und Lea Wolff sorgten für eine 2:1-Pausenführung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich brachte Youngster Madita Tautz den RTHC fünf Minuten vor Schluss wieder mit 3:2 in Front.

Leverkusen war kurz obenauf, Krefeld nahe dem Abgrund. Die Gastgeberinnen reagierten, wechselten die Torhüterin aus und brachten dafür eine sechste Feldspielerin ins Spiel - mit Erfolg: Zunächst fiel der 3:3-Ausgleich, ehe Krefelds Julia Tondorf den RTHC in eine Schockstarre versetzte. Volker Fried, durch eine Grippe geschwächt, war sichtlich niedergeschlagen: "Wir haben lange geführt und hatten viele gute Phasen. Eigentlich hat uns viel in die Karten gespielt, aber am Ende stehen wir mit leeren Händen da. Es wird schwer, die Mädels aufzumuntern."

(RP)