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1. FC Monheim empfängt den 1. FC Kleve in der Oberliga Niederrhein

Fußball, Oberliga : Dennis Ruess möchte Monheims Kartenflut stoppen

Fünf Platzverweise in sieben Spielen sind ein Wert, den nicht nur Dennis Ruess, der Trainer des Oberligisten FC Monheim, kritisch sieht. Am Sonntag (15 Uhr) trifft er mit seinem Team auf den 1. FC Kleve.

Die Nachwehen der 0:1-Derbyniederlage gegen die Sportfreunde Baumberg hielten beim Oberligisten FC Monheim nicht allzu lange an. „Natürlich haben wir das Spiel nochmal analysiert und besprochen, aber im Endeffekt nehmen wir mehr Gutes als Schlechtes mit“, sagt Trainer Dennis Ruess vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den 1. FC Kleve (15 Uhr). Gemeint ist damit vor allem die Leidenschaft, mit der sich seine Mannschaft gegen die Niederlage beim Nachbarn und Rivalen gestemmt hat – trotz der mehr als einstündigen Unterzahl.

Allerdings offenbarte die Rote Karte gegen Torwart Björn Nowicki ein Problem, dass sich wie der sprichwörtliche gleichfarbige Faden durch den bisherigen Saisonverlauf der Monheimer zieht: Platzverweise. Fünf waren es bereits in den bislang erst sieben Partien. „Das ist zu viel und das wissen wir auch“, sagt Ruess. Jedoch seien nicht „exorbitante Fouls“ der Grund für die Kartenflut, sondern Nachlässigkeiten und Unkonzentriertheiten. „Wir bringen uns zu oft selbst in die Bredouille. Da muss ich klar sagen: Das kann mal passieren, aber in der Häufigkeit geht das natürlich nicht. Dennoch sind wir keine unfaire Mannschaft.“

Insofern dürfte die kommende Partie ein weiterer Härtetest für den Oberligisten sein, denn in Kleve komme nun ein Gegner ins Rheinstadion, der Ruess zufolge „sehr robust, abgezockt und clever“ agiere und stets einen klaren Plan habe. „Es waren immer intensive und knappe Spiele gegen Kleve. Das erwarte auch auch wieder am Sonntag.“ Die tabellarische Konstellation bringt weitere Brisanz in die Partie. Denn es treffen zwei Tabellennachbarn aufeinander, die möglichst den Anschluss an die Spitzengruppe wahren wollen. Monheim ist mit 13 Punkten Sechster, Kleve belegt mit 16 Zählern Platz fünf.

Der FCM ist jedoch nicht nur wegen der Sperren von Nowicki, der zwei Spiele passen muss, und Bahadir Incilli, der in der Vorwoche gegen den SC Velbert seine zweite Rote Karte in dieser Saison sah und noch vier Partien ausfällt, personell geschwächt. Hinzu kommen die Verletzten und derzeit noch Angeschlagenen. Dennis Ordelheide (Knorpelschaden) fällt ebenso aus wie Christoph Lange. Letzterer steigt nach seinem Faserriss gerade erst wieder ins Lauftraining ein. Ein Fragezeichen steht zudem hinter den Einsätzen von Tobias Lippold und Joel Mangano, denen beiden eine Prellung aus dem Nachbarschaftsduell zu schaffen macht.

Optimismus schöpft Ruess aus der guten zweiten Halbzeit gegen Baumberg, in der das Derby trotz Unterzahl weitgehend ausgeglichen war. „Wir haben auch nach dem Platzverweis viele Bälle erobert und weiterhin fußballerische Lösungen angeboten. Das Team hat sich an den Plan gehalten und es insgesamt gut gemacht“, sagt er. Zudem verfüge er auch trotz der Ausfälle über einen starken Kader mit variablen Spielern.

Bleibt das Problem mit den Roten Karten, das neben den Sperren eine weitere unangenehme Folge hat: „Bei den Schiedsrichtern hat sich das natürlich auch herumgesprochen, aber wir haben es uns selbst eingebrockt. Jetzt müssen wir damit umgehen und unsere Spiele ruhiger über die Bühne bringen.“