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1. FC Monheim besiegt Cronenberger SC dank Jonas Nosel mit 1:0

Fußball, Oberliga : Joker bringen FC Monheim das späte Glück

Bis kurz vor dem Ende steht es im Heimspiel des 1. FC Monheim 0:0 gegen den Cronenberger SC, Bahadir Incilli sieht die Rote Karte – und dann bereiten die eingewechselten Yannic Intven und Ömer Aydin den 1:0-Siegtreffer von Jan Nosel vor.

Es schien auf ein torloses Remis hinauszulaufen zwischen dem Vizemeister der Vorsaison, dem 1. FC Monheim, und dem Cronenberger SC zum Start in die neue Saison der Fußball-Oberliga: Etliche gute Chancen hatten die Hausherren nicht nutzen können, auf der anderen Seite die Gäste ihre guten Gelegenheiten ebenfalls nicht. Und als dann in der 85. Minute Bahadir Incilli bei einer Ecke für den FCM in einem Gerangel vom Schiedsrichter, der eine Tätlichkeit gesehen hatte, die Rote Karte kassierte, deutete nichts mehr auf etwas Positives für die Gastgeber hin.

Doch dann stachen die drei Joker, die Trainer Dennis Ruess ins Spiel gebracht hatte: Nach einem langen Schlag vor das Cronenberger Tor behauptete Yannic Intven den Ball, legte ab auf Ömer Aydin, und dessen Flanke köpfte Jan Nosel quasi mit dem Schlusspfiff zum 1:0 ins Tor der Gäste. Der FCM bejubelte das späte Glück überschwänglich. „Das sind doch auch die schönsten Tore“, fand Ruess.

Der Trainer vergaß aber nicht, das Spiel insgesamt zu bewerten: „Am Ende sind die drei Punkte das Wichtigste, schön spielen stand diesmal nicht im Vordergrund. Nach sechs Monaten ohne Pflichtspiel ging es darum, den Rhythmus wiederzufinden. Und – was die Jungs vielleicht noch lernen müssen – jeder gibt gegen uns 110 Prozent, weil man uns als Aufstiegsfavoriten wahrnimmt. Daran muss man sich noch gewöhnen.“ Den Sieg nannte Ruess „glücklich, so wie er zustandegekommen ist, aber nicht unverdient“. Auf 70 bis 80 Prozent taxierte der Trainer den Ballbesitz seiner Mannschaft, Cronenberg habe auf Fehler gelauert, die sein Team dann auch eingestreut habe. „Wenn man auf Sieg spielt, ist es normal, dass man dem Gegner auch Räume anbietet“, sagte Ruess, der auch die gegnerischen Spieler lobte: „Die waren echt griffig und giftig. Das war kein Vergleich zu den Vorbereitungsspielen, die wir von ihnen gesehen haben.“

So musste sich der FCM bei Torwart Björn Nowicki bedanken, dass es nicht schon nach knapp einer Viertelstunde 0:1 aus seiner Sicht stand – der Keeper verhinderte bei einem Konter das Gegentor. Dann traf Stürmer Dimitrios Touratzidis zweimal keine optimale Entscheidung bei seinen Abschlüssen, ein Volleyschuss aus rund 25 Metern von Christoph Lange ging nur auf, aber nicht ins Tor, einen Kopfball vom Tim Kosmala parierte Cronenbergs Torwart so gerade noch. Auch nach der Pause hatte der FCM die ersten Chancen, dann aber auch viel Glück: „In der 63. Minute laufen wir in einen Monster-Konter“, beschrieb Ruess, „der erste Schuss geht an den Pfosten, den zweiten hält Nowicki dann überragend.“

Auf der anderen Seite wurde ein Versuch von Touratzidis noch auf der Linie geklärt, später gab es die Rote Karte gegen Incilli. „Ich kann nicht sagen, ob es eine Tätlichkeit war, ich habe es nicht gesehen“, beteuerte Ruess. Und als sich eben schon alle auf das torlose Remis eingestellt hatten, sorgten seine drei Joker noch für das späte Glück. „Das haben die Jungs super gemacht und ihre Chance direkt genutzt“, lobte Ruess das Dreigestirn Intven, Aydin und Nosel.