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1. FC Monheim bereitet sich auf die große Oberliga vor

Fußball : Internes Trainingslager tat dem FCM gut

Der Fußball-Oberligist 1. FC Monheim macht gerade eine kurze Pause zwischen seinen zwei Vorbereitungsteilen. Bald geht es mit den Testspielen los. In der neuen Saison drohen bei nun 23 Mannschaften bis zu zwölf Englische Wochen.

Nach der durch die Coronavirus-Pandemie bedingten viermonatigen Pause haben die Oberliga-Fußballer des 1. FC Monheim (FCM) den Betrieb wieder aufgenommen – und den ersten Teil ihrer Vorbereitung absolviert. „Es ist sehr erfreulich, dass die Jungs mit viel Elan und Spaß bei der Sache waren. Alle sind froh darüber, dass es endlich wieder losgeht“, sagt FCM-Coach Dennis Ruess.

Zwar trainierten die Monheimer jeweils drei Tage hintereinander, bevor sie einen Tag Pause bekamen, doch die Belastung wurde stets angepasst. Vielmehr sollten Bewegungsabläufe wiederholt und technische Aufgaben gelöst werden. Ruess: „Wir hatten kurze, knackige Übungen mit dabei, damit sich die Spieler wieder an die Routinen gewöhnen konnten.“ Weil das Rheinstadion weiterhin umgebaut wird, wich die Mannschaft in das Jahnstadion der SG Monheim Leichtathletik aus. Dadurch wurde ein angemessenes Training auf dem Naturrasen-Platz möglich.

Am vergangenen Wochenende schloss der FCM seine „Vor-Vorbereitung“ mit einem kleinen Trainingslager ab. Gleich drei Einheiten standen auf dem Programm, zwischen denen jeweils gemeinsame Mahlzeiten lagen. „Wir haben nicht die Taktik geschult, sondern Übungen wie Parcours absolviert. Die Jungs waren abends geschlaucht und kaputt, obwohl sie in einem fitten Zustand sind. Trotzdem waren sie froh, als sie ins Bett kamen“, sagt Ruess. Als Teambuilding-Maßnahme wurde zudem gemeinsam mit den Familien und Kindern gegrillt.

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In Zeiten von Corona war das Trainingslager auch mit einem erheblichen organisatorischen Aufwand verbunden. Durch die Pandemie verzichtete das Team diesmal auf ein auswärtiges Trainingslager. Weil am Sonntag noch ein internes Testspiel auf dem Programm stand, mussten indes jene Akteure in Monheim übernachten, die gewöhnlich eine weite Anreise zu bewältigen haben. So wurde etwa der neue Stürmer Dimitrios Touratzidis (SC Union Nettetal) in einem nahelegenen Hotel untergebracht. Überdies mussten kontinuierlich die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Momentan genießen die Monheimer eine siebentägige Pause. Lediglich einmal sind sie von Ruess aufgefordert worden, einen eigenständigen Lauf zu unternehmen. „Das Trainingslager war zum Abschluss der Klassiker. Es ist gut, dass sich einige Spieler nach unserem Vorbereitungsplan gerichtet haben. Sie nutzen jetzt die Zeit, um in den Urlaub zu fahren und zu regenerieren“, erklärt der Coach.

Nächste Woche nimmt die Mannschaft die Vorbereitung wieder auf – mit einer höheren Intensität. Dann geht das Trainer-Gespann weiter ins Detail, sodass auch taktische Feinheiten einstudiert werden. Um die Lerninhalte auch in der Praxis umsetzen zu können, sind neun Tests geplant. Zunächst empfängt der FCM am Samstag (1. August, 15 Uhr) den Oberligisten FC Pesch (Mittelrhein), bevor er am 5. August (19.30 Uhr) beim Landesligisten Rather SV antritt. Höhepunkte sind die Tests gegen die Regionalligisten FC Wegberg und Bonner SC.

Mehr denn je gilt in der kommenden Saison, dass alle Spieler eines Kaders von enormer Bedeutung sind. In der neuen Oberliga-Spielzeit messen sich gleich 23 Teams, sodass bis zu zwölf Englische Wochen möglich sind. „Es ist keine Floskel, dass wir jeden einzelnen Spieler brauchen. Ich hatte natürlich nicht zu entscheiden, dass sechs Mannschaften in die Oberliga aufgestiegen sind, aber meine eigene Meinung dazu. Die Gruppe ist jetzt sehr groß“, betont Ruess. Schon in der Vergangenheit gab er allen Akteuren Einsatzzeiten und verteilte die Belastung auf mehreren Schultern.