Langenfeld: SPD fordert Ende des Streits der Alphatiere

Langenfeld: SPD fordert Ende des Streits der Alphatiere

Aufsichtsrat des Bauvereins Langenfeld erinnert an den Gründungsgedanken der Genossenschaft.

Die Ankündigung von Bürgermeister Frank Schneider (CDU), das Bebaungsplan-Verfahren für das Bauverein-Projekt zu stoppen, stößt bei der SPD auf Kritik. "Hier wird wieder einmal der Zwist zwischen Alphatieren auf dem Rücken der Kleinen ausgetragen", schimpft SPD-Ratsmitglied Kurt Jaegeler. Die SPD erwarte, dass sich Verwaltung und Bauverein auf den Zweck des angestoßenen Verfahrens besinnen. Es soll Wohnraum geschaffen werden, der bezahlbar ist. "Hier ist absolut kein Platz für persönliche Animositäten."

Auch der Aufsichtsrat des Bauvereins Langenfeld mahnt, sich auf Werte zu besinnen. Die 1919 gegründete Genossenschaft habe das Ziel, ihre Mitglieder vorrangig durch eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung zu fördern", schreibt Rolf Gassen, Vorsitzender des Aufsichtsrats, der Schneider vor drei Jahren in dieser Position abgelöst hat. Deshalb halte der Bauverein an seinem Ziel fest, den Standort zwischen Richrather-, Martinstraße und Steinrausch für Normalverdiener zu entwickeln, "die auch im künftigen Rentenalter zentral gelegen und bezahlbar ein Zuhause finden möchten". Dabei erwarte der Bauverein die gleichen Planungsansätze seitens der städtischen Entscheidungsträger, wie sie in Langenfeld üblich sind. "Fehlerhafte Strategien des Vorstands können seitens des Aufsichtsrats nicht festgestellt werden", so Gassen.

Schneider wirft dem Vorstand vor, das Volumen des ursprünglichen Bauvorhabens ausgeweitet zu haben. BGL-Ratsherr Andreas Menzel merkte zu diesem Vorwurf indes an, dass die städtischen Planer vor einer Bürgerversammlung im vergangenen Oktober hierin einbezogen worden seien.

(og)