1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Soziales Jahr zeigt Langenfelderin Job-Perspektive auf

Schule und Beruf : Soziales Jahr zeigt Langenfelderin Job-Perspektive auf

Veronika Trant (24) arbeitet inzwischen als Heilerziehungspflegerin – und studiert zusätzlich Soziale Arbeit in Köln.

Schulabschluss – und was kommt dann? Als Zwischenstation zwischen Schule und Ausbildung oder Uni bietet sich ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) an. Bei der Lebenshilfe Kreisvereinigung Mettmann sind ab Sommer noch Stellen frei.

„Ursprünglich war mein FSJ als Überbrückung gedacht. Doch dann habe ich gemerkt, dass mir der soziale Bereich liegt. So habe ich anschließend die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin bei der Lebenshilfe gemacht“, sagt Veronika Trant aus Langenfeld. Die 24-jährige fand das soziale Miteinander nach eigenem Bekunden „so toll, dass ich einen Bürojob nicht mehr verfolgt habe“.

 Ein Jahr wertvolle Erfahrungen bietet das FSJ bei der Lebenshilfe.
Ein Jahr wertvolle Erfahrungen bietet das FSJ bei der Lebenshilfe. Foto: RP/David Maurer

Ein FSJ oder ein BFD in einer der vier stationären Lebenshilfe-Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung bietet jungen Menschen zwischen 16 und 26 viele Möglichkeiten und positive Effekte: die eigene Persönlichkeit weiterentwickeln, sich beruflich orientieren, den Alltag einer Wohneinrichtung aktiv mitgestalten. Neben dem Umgang mit Menschen gehören Selbsterfahrung, Selbstreflexion und das Erlernen sozialer Kompetenzen zu den Merkmalen eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder des Bundesfreiwilligendienstes. Die Wohneinrichtungen der Lebenshilfe Kreis Mettmann befinden sich in Langenfeld, Velbert, Heiligenhaus und Ratingen.

„In allen Häusern gibt es im Sommer die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst zu absolvieren“, berichtet Marius Bartos, kaufmännischer Geschäftsführer. Die Aufgaben sind vielfältig und abwechslungsreich und umfassen Betreuung und Freizeitgestaltung. „Dazu gehört zum Beispiel, mit den Bewohnern gemeinsam zu kochen oder mit ihnen spazieren zu gehen, immer natürlich mit Unterstützung durch die hauptamtlichen Kollegen“, sagt Bartos.

 Die Lebenshilfe kümmert sich um Menschen mit Behinderung.
Die Lebenshilfe kümmert sich um Menschen mit Behinderung. Foto: RP/David Maurer

„Manche trauen sich den Pflegebereich nicht zu, aber das ist nicht so schlimm, da wird man schrittweise herangeführt“, erzählt Veronika Trant. Oft kämen auch Zweifel am Schichtdienst auf. Aber auch der hat nicht nur Nachteile. „Für mich waren die flexiblen Arbeitszeiten sogar sehr positiv. Wenn man Spätdienst hat, kann man ausschlafen und noch viel erledigen“, sagt die Langenfelderin.

Zum Freiwilligenprogramm gehören 25 Tage Seminar im Jahr mit den Schwerpunkten soziale, kulturelle und interkulturelle Kompetenzen und Persönlichkeitsbildung. Als Aufwandsentschädigung werden monatlich Taschengeld und eine Verpflegungspauschale gezahlt.

Veronika Trant arbeitet inzwischen nur noch in Teilzeit im Lebenshilfe-Wohnheim in Langenfeld, da sie in Vollzeit Soziale Arbeit an der katholischen Hochschule in Köln studiert. Diese berufliche Richtung hätte sie nach eigenen Worten ohne das FSJ nie eingeschlagen.

Bei Interesse oder Fragen zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr wenden sich Interessenten an Monika Boskovic, Personalreferentin bei der Lebenshilfe Kreis Mettmann, E-Mail: monika.boskovic@lebenshilfe-mettmann.de oder Telefon 02102 55192-44.

(gut)