Solinger Straße in Langenfeld ist wieder befahrbar

Langenfeld: Solinger Straße ist wieder befahrbar

Nach einem Jahr haben die Geschäftsleute das Schlimmste hinter sich. Jetzt überwiegen die positiven Kommentare.

Die Ein- und Ausfallstraßen einer Stadt sind so etwas wie eine Visitenkarte. Das dachten sich auch die Lokalpolitiker in Langenfeld, als sie einer umfangreichen Sanierung und Aufhübschung der Solinger Straße zustimmten: Die Fahrbahn wurde erneuert, die Bürgersteige verbreitert und abgesenkt, die Radwege auf die Fahrbahn verlegt.

Außerdem erleuchten jetzt LED-Laternen die Solinger Straße. Sie sind nicht nur sparsam, sondern auch intelligent, denn „sie sind WLAN-fähig und könnten einen Beitrag zu Smart City leisten, etwa indem sie die aktuelle Parkplatzbelegung und das Verkehrsaufkommen per WLAN an die Stadt übermitteln“, so Stadtplaner Franz Frank.

„Im November 2017 begannen die Bauarbeiten bei ungünstigem Wetter. So richtig los ging es eigentlich erst im Januar 2018“, sagt Frank. Für die Anwohner und die Geschäftsinhaber bedeutete das: „Der Bürgersteig war weg, da lag nur noch Schotter, es gab keine Parkplätze und uns zu erreichen war wirklich schwierig. Natürlich hat das zu Umsatzeinbußen geführt“, sagt Günter Sticklat vom „Fahrradladen“ an der Solinger Straße.

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„Es standen Bagger vor der Tür, die Kunden konnten nicht hier parken“, erinnert sich Marion Herringer von der Boutique Marie-Louise. Und Verkäuferin Katharina Gwizd von der Backstube Bösen sagt rückblickend: „Wir haben durchgehalten, obwohl vor dem Haus anstelle des Bürgersteigs ein Loch war und niemand hier parken konnte. Bäcker Wulf nebenan hat schon seit Monaten geschlossen und wir hatten bestimmt 50 Prozent weniger Umsatz als üblich.“

Während der Herbstferien war die Solinger Straße eine Einbahnstraße, seit Ferienende ist sie wieder befahrbar – jetzt auf einer neuen Fahrbahndecke. Bei der Straßenbesichtigung fallen schicke Parkbuchten auf und immer noch jede Menge Bauarbeiter und Gerätschaften: „Es fehlt noch die Markierung für den Radweg. Bäume müssen gepflanzt werden, die Beschilderung angebracht, Bänke und Fahrradständer aufgestellt werden“, sagt Verkehrsplaner Franz Frank. Und: Wartehäuschen für die Fahrgäste des ÖPNV auch fehlen noch.

Von diesen Abschlussarbeiten abgesehen, erstrahlt die Straße in neuem Glanz. Und die Händler sind überwiegend zufrieden: „Ich habe meine Boutique eigentlich gerade deshalb hier eröffnet, weil ich wusste, dass die Straße verschönert wird“, sagt Marion Herringer. Und: Durch die Baustellenampel vor der Tür habe sie neue Kundinnen gefunden. Dem Fahrradhändler Günter Sticklat und der Verkäuferin Katharina Gwizd gefällt die neue Optik.

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