Langenfeld: So viel Arbeit steckt im Bühnenbild

Langenfeld : So viel Arbeit steckt im Bühnenbild

Veranstaltungstechniker Manuel Funke überwacht den Aufbau in der Stadthalle - hier für Paul Panzers Vorpremiere.

Über der Bühne schwebt in matt-bleifarbenen Letter das Wort "Glücksritter". Darunter ein Tor, das aus dem Epos "Herr der Ringe" stammen könnte. Auf der Bühne schließen Techniker Scheinwerfer an, die aufgereiht an einer Stange befestigt sind. Das Bühnenbild für den Auftritt des Künstlers entsteht. In diesem Fall ist es Paul Panzer. Er kommt zur Vorpremiere in die Langenfelder Stadthalle und stellt sein neues Comedy-Programm Glücksritter vor.

"Meist kommen die Crews, die für den Aufbau zuständig sind, so gegen Mittag", sagt Manuel Funke, der als Veranstaltungs-Techniker bei der Schauplatz GmbH angestellt ist und die Arbeiten begleitet. "Ich achte vor allem auf die Sicherheit", sagt Funke, der im Vorfeld mit den Künstleragenturen die Bühnenanweisungen diskutiert, damit Interpreten und Gruppen ihr Equipment anpassen können.

Nach Langenfeld kommt die Crew für Paul Panzer zwar auch mit dem 40 Tonnen schweren Tour-Fahrzeug angereist, benötigt aber nur eine Bruchteil der Ausrüstung, was an der Größe der Bühne liegt. "Die ist etwa 200 Quadratmeter groß", sagt Funke. Und da fällt das Bühnenbild dann auch etwas kleiner aus. "Üblicherweise", so ergänzt Schäfer, "tritt Panzer vor 2000 bis 2500 Besuchern in großen Hallen auf". Die Vorpremiere, die meist in Langenfeld stattfindet, sei da schon familiärer, was auch der Stimmung beim Aufbau nützt.

Oliver Bauer vom Panzer-Team ist als Techniker für das Licht zuständig. Foto: heike Schoog

Für Schäfer das Stichwort. Der Chef des Panzer-Technikteams schätzt die Zusammenarbeit in der Langenfelder Stadthalle. Man kennt sich über Jahre. 511 Fans werden kommen und Panzer aus der Nähe sehen und zuhören. "Das ist ganz anders als in den großen Hallen", sagt Schäfer.

Für Funke, der seit zwölf Jahren im Schauplatz arbeitet, macht es inzwischen keinen Unterschied mehr, ob er den Aufbau für den Langenfelder Frauenchor überwacht oder die Crew eines Stars betreut, der bekannt ist aus Funk und Fernsehen. "Der Blick als Techniker ist immer derselbe", sagt er. Stimmt das Licht? Stimmt der Ton? Das sind die Fragen, die ihn auch beim privaten Besuch von Veranstaltungen einfallen. Nur eines hat sich geändert. "Anfangs haben mich die großen Namen noch beeindruckt. Heute ist das anders. "Auch die machen einfach ihre Arbeit", sagt Funke. Und da viele Interpreten immer wieder nach Langenfeld kommen, kennt er die meisten Aufbau-Crews.

Techniker Manuel Funke (vorne) und Niko Fusco helfen der Panzer-Crew beim Anbringen der Beleuchtung. Für Funke war die Arbeit am Samstagabend gegen 24 Uhr zu Ende. Da war der zweite Auftritt von Paul Panzer vorbei. Foto: ralph Matzerath

Sitzen die Besucher sicher. Das ist für Funke auch so eine Frage. Für Paul Panzer hat er die "Theateraufstellung" der Stühle gewählt. Dann passen 511 Leute rein. Ebenerdig sind es zum Beispiel 602. Werden bei einer Veranstaltung keine Stühle benötigt, dürfen rund 800 Zuschauer kommen. "Das ist gesetzlich so vorgeschrieben. Pro Quadratmeter Fläche sind zwei zugelassen", erläuter der Fachmann.

Ihm zur Seite steht seit vergangenem Jahr der Bühnentechniker Niko Fusco. Der macht sich während des Aufbaus auf zum Schaustall, wo parallel das Kabarettprogramm zur Bundestagswahl läuft. Derweil greift Funke in der Stadthalle der Panzer-Crew unter die Arme, besorgt fehlendes Werkzeug, hilft beim Sound- und Lichtcheck und koordiniert die "helping-hands", die von der Schauplatz GmbH gestellt werden. Sie ergänzen zum Beispiel die Panzer Crew, zu der sechs Techniker gehören.

(og)