Monheim: So soll die neue Musikschule aussehen

Monheim : So soll die neue Musikschule aussehen

Nach dem Kulturausschuss entscheidet in der kommenden Woche der Planungsausschuss und am 13. März der Stadtrat über den Neubau am Berliner Ring. 3,5 Millionen Euro sind dafür bereitgestellt. Doch die reichen nicht aus.

Eindeutig fiel das Votum des Architekturgremiums aus. Einstimmig sprachen sich jetzt auch die Politiker aller Fraktionen für den favorisierten Entwurf des Kasseler Büros Hegger-Hegger-Schleiff aus. Im Kulturausschuss wurden die insgesamt vier eingereichten Vorschläge unter anderem aus Düsseldorf, Hilden und Aachen vorgestellt. Die neue Musik- und Kunstschule am Berliner Ring wird viergeschossig und hat einen quadratischen Grundkörper. Sie öffnet sich mit ihrem Eingang und einem verglasten Foyer zur Straße hin; auch das mittig angeordnete offene Treppenhaus erhält eine Glasfront. Eine angrenzende Freifläche kann als Parkplatz oder Schulhof genutzt werden. "Dieser Entwurf verbraucht die geringste Grundfläche", stellte Michael Lobe vom städtischen Gebäudemanagement heraus.

Ein wichtiges Kriterium. Denn der Flächenverbrauch hatte im Vorfeld zu hitzigen Diskussionen geführt. Lehrer und Schüler des angrenzenden Otto-Hahn-Gymnasiums sorgten sich, dass durch den Neubau ein zu großer Teil ihres Schulhofes abgeknapst würde. Und so war selbst Schulleiter Dr. Hagen Bastian von dem Konzept angetan: "Der ausgewählte Entwurf ist auch nach unserer Ansicht der interessanteste." Er lobte die geringe Grundfläche von 250 Quadratmetern. "Ein riesiger Unterschied zu den vormals angedachten 600 Quadratmetern."

Die Projektkosten liegen bei den eingereichten Entwürfen zwischen 3,6 und 4,13 Millionen Euro, wobei der Hegger-Entwurf mit 3,8 Millionen Euro der zweitgünstigste ist. Erst wenn die Entwurfsphase abgeschlossen sei, könnten die Kosten genau berechnet werden, sagte Lobe den Politikern. Es sei aber sehr wahrscheinlich, dass sie sich Richtung 3,8 Millionen Euro bewegten. Für den Neubau sind 3,5 Millionen Euro im Finanzplan für die Jahre 2013 bis 2015 eingestellt.

Die Grünen regten an, das Projekt schon im Vorfeld zu deckeln, damit es "nicht aus dem Ruder läuft". Marion Prondzinsky-Kohlmetz (FDP) schloss sich dem Vorschlag an: "Mittelfristig sollten wir uns auf eine Deckelung festlegen." Sinnvoll sei es, so der Verwaltungsexperte, erst zu einem späteren Zeitpunkt konkrete Berechnungen anzustellen, beispielsweise wenn über den Baubeschluss diskutiert werde. Ein Planungsteam soll zuvor ermitteln, ob mit dem Gebäude die geltende Energieeinsparverordnung unterschritten werden kann — bis hin zum Passivhausstandard. Lobe erwartet, dass nach einem Ratsbeschluss am 13. März gegen Ende des Jahres der Bauantrag gestellt werden kann. Gebaut werden soll dann ab Mitte 2014.

Zuvor werden die Entwürfe der vier Architekturbüros noch den Politikern im Planungsausschuss am kommenden Donnerstag, 28. Februar, vorgestellt. In diesem Gremium werden auch eine Änderung des gültigen Bebauungsplans und die frühzeitige Bürgerbeteiligung beschlossen. Das Gebäude ist viergeschossig geplant. Dies soll an die umliegende Bebauung angepasst werden. Ebenfalls muss die Baugrenze erweitert werden.

Im Finanzausschuss (6. März) beantwortet Zvonko Turkali, unter dessen Vorsitz das Architekturgremium getagt hatte, Fragen zum Wettbewerb.

(RP)