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So schön kann Urlaub in der Region Hilden und Haan sein

Langenfeld : Wir machen Urlaub vor der Türe

Kreuzfahrten, Strandurlaub und sogar Skiurlaub sind auch in unserer Region möglich. Wir haben einige Tipps für alle, die über Pfingsten einen Tapetenwechsel brauchen. Und wer mag, kann sogar in die Vergangenheit reisen.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Wer in diesem Jahr eigentlich einen Urlaub im Ausland gebucht hat und ihn bereits stornieren musste, kann aus der Not eine Tugend machen und in der Region verreisen. Hier gibt es alles, was die großen Reiseanbieter auch anbieten, vielleicht eine oder zwei Nummern kleiner. Und in Zeiten von Corona nur unter Auflagen wie beispielsweise einem Mindestabstand von 1,5 Metern. Ein Überblick.

Kreuzfahrt. Das Piwipper Böötchen in Monheim ist am Start. Bis Mitte Oktober wird es an den Wochenenden und an Feiertagen jeweils von 10.30 bis 18 Uhr wieder von einer Rheinseite auf die andere – Dormagener – pendeln. Für zwei Euro pro Person (auch mit Fahrrad). Allerdings können coronabedingt nur zwölf Personen auf einmal fahren. Wer gerne Rad fährt, kann von Monheim aus auch in Richtung Urdenbach fahren, um dort mit der Fähre nach Zons überzusetzen (Am Ausleger, zwei Euro pro Erwachsenem mit Rad, Kinder zahlen 1,50 Euro). Nach dem Besuch der mittelalterlichen Stadt führt der Rückweg per Rad bis zur Anlegestelle in Dormagen und dann mit dem Böötchen zurück nach Monheim. Statt durchs Mittelmeer können Langenfelder und Monheimer auch über den Unterbacher See schippern. Zwischen zehn und 16 Euro kostet die Stunde mit dem Tret- oder Ruderboot, wer einen Segelschein hat, kann sich auch ein Segelboot mieten (ab 16 Euro für größere Boote, ab 6 Euro für kleine). Parkplätze sind ausreichend direkt vor der Türe vorhanden (Kleiner Torfbruch 31). Außerdem gibt es einen Kinderspielplatz, ein Lokal und eine etwa 5,5 Kilometer lange Spazierrunde, die unter anderem an einem Kletterpark und einem Verleih für Surfbretter und Stand-up-Paddeling vorbei führt. In Ratingen gibt es mit dem Blauen See ein ähnliches Angebot.

Im Cockpit der Antonow AN2, Eigentümer ist Alfred Steinbach. Er hat sie beim Flugplatzfest in Langenfeld vorgeführt. Foto: Juergen E. Fischer

Strandurlaub. In Langenfeld an der Wasserskianlage läuft der Betrieb unter Auflagen wieder (Baumberger Straße 88). Dort können sich Sonnenhungrige an den Strand legen und schwimmen gehen. Wer surfen möchte, kann sich an der stehenden Welle versuchen.

Auf Zeitreise gehen die Besucher des Freilichtmuseums Lindlar, in dem das Haus Hilden zu sehen ist. Foto: Tobias Dupke

Und das Verlockende: an Pfingsten kostet eine Vier-Tageskarte für das Pfingstwochenende (Freitag bis Montag) günstige 89 Euro. Da lohnt es auch, wenn man noch am Samstag bucht. Von Samstag bis Montag (ab 11 Uhr) sind die Bahnen 1, 2, 4 und 5 geöffnet. Die Bahn Nummer fünf ist für Anfänger. Wer also sein Geschick testen möchte, kann dies am Wochenende tun. Für Anfänger gibt es eine Einweisung. Der Shop ist geöffnet, für alle, die keine entsprechende Ausrüstung haben. Auch das Seehaus serviert kleine und große Erfrischungen.

Urlaub in den Bergen. Wer das Berg-Panorama liebt, dürfte sich im Bergischen Land wohl fühlen. Auch wenn die Alpen noch einen Ticken höher sind, kann sich die Region hinter Haan schon sehen lassen. Wer klettern möchte, findet in der Bergstation in Hilden, eine Möglichkeit (Bahnhofsallee 35). Auch unter freiem Himmel. Die Outdoor-Kletterwand ist 20 Meter hoch (beispielsweise Bouldern 11 Euro, ermäßigt 9 Euro; Klettern 15 Euro, ermäßigt 13 Euro).

Einen Skiurlaub im Sommer können die Urlauber in Neuss erleben. Die Piste der Skihalle ist rund 300 Meter lang. Foto: Alpenpark Neuss

Der Waldkletterpark in Velbert (Richard-Tormin-Straße 1) bietet einen Adventure-Parcours und einen Kinder-Parcours an. Die Kosten liegen bei 24,95 Euro für Erwachsene (20,95 Euro für Jugendliche von 9-17) für den großen und 14,95 Euro für Kinder ab 4 auf dem kleinen Parcours.

Startklar: Auch unter Corona-Auflagen pendelt das Böötchen zwischen Monheim und Dormagen. Foto: rosemarie jacob/Rosemarie Jacob

Bahnreise. Liebhaber von Bahnreisen sollten unbedingt mal am Unterbacher See vorbeischauen. Auf der Südseite, gleich neben Peters Biergarten, liegt das Vereinsgelände des Modellbahnclub (MBC) Düsseldorf (Am Kleinforst 277). Auf einem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück haben die Mitglieder ein wahres Paradies für Eisenbahnfans angelegt. Mit 1,2 Kilometer Gleisen, Brücken, einem langen Tunnel und mit Bahnhöfen. An einigen Tagen im Monat nehmen die Modellbahner gegen Bezahlung auf den in der Regel selbstgebauten Lokomotiven und Anhängern mit einer Spurweite von fünf Zoll, 12,7 Zentimetern, Gäste mit. Vor allem Kinder lieben dieses verwunschene Lummerland.

Flugreise. Wer momentan den Flughafen in Düsseldorf besuchen möchte, wird nicht viel sehen: Es sind kaum Flugreisende unterwegs, die Besucherterrasse ist wegen Corona geschlossen. Es heben kaum Flugzeuge ab. Anders sieht es in Langenfeld aus. Dort starten dieser Tage wahrscheinlich mehr Flugzeuge als in DUS. Die Luftsportgruppe Erbslöh in Langenfeld-Wiescheid hat den Betrieb wieder aufgenommen. Rundflüge bieten die Mitglieder zwar nicht an (die gibt es nur während des fast schon legendären Flugplatzfestes), aber manchmal reicht ja auch nur der Anblick eines startenden Flugzeugs, um ins Träumen zu geraten.

Zeitreise. In unserer Region sind tatsächlich auch Reisen in die Vergangenheit möglich. Im Mettmanner Neandertal (Talstraße 300) können Regioreisende beispielsweise die Steinzeit besuchen. Das Museum ist wieder geöffnet und bietet spannende Einblicke ins Leben der Neandertaler. Ein paar hundert Meter daneben kann die Fundstelle besucht werden. Kinder können sich aus der Ferne schon einmal den Abenteuerspielplatz anschauen, der noch vor den Sommerferien eröffnet werden soll und sich thematisch um die Steinzeit dreht.

Wer nicht ganz so weit in der Zeit, dafür aber geographisch ein paar Kilometer weiter verreisen möchte, kann sich im Freilichtmuseum Lindlar (Lingenbach) das Haus Hilden anschauen. Momentan ist der Eintritt kostenlos, da nicht alle Häuser geöffnet sind.

Skiurlaub. Viele Menschen flüchten im grauen rheinischen Winter in die Sonne – warum nicht auch mal im Sommer in den Winter fahren? Skiurlaub in Neuss verspricht die Skihalle (An der Skihalle 1). Skifahren kostet ab 24 Euro für Erwachsene (17 Euro für Jugendliche), die Rodelkarte gibt es schon ab 16 Euro (12 Euro Kinder). Darüber hinaus können auch Komplettpakete mit Ausrüstung und Verpflegung gebucht werden. Die Piste ist 300 Meter lang und bis zu 100 Meter breit.

Tobias Dupke/Heike Schoog