Langenfeld: So klappt es mit der Zustellung und den Päckchen

Langenfeld: So klappt es mit der Zustellung und den Päckchen

Die Verbraucherzentrale in Langenfeld erklärt, worauf es beim Verschicken von Weihnachtspaketen ankommt.

In den Wochen vor Weihnachten werden doppelt und dreifach so viele Pakete verschickt wie sonst - und zuhauf steht Verbraucherärger rund um Paketsendungen ins Haus. "Wer sein Paket ausschließlich selbst entgegennehmen will, kann bei einigen Versendern beim Bestellen den kostenpflichtigen Service ,eigenhändig' buchen. Dann darf der Bote das Paket nur dem Empfänger selbst oder jemandem aushändigen, der eine schriftliche Vollmacht zur Annahme der Sendung hat", sagt Elisabeth Schoemakers von der Verbraucherzentrale in Langenfeld. Sie rät diese Option für eine sichere Zustellung - und hat noch folgende Tipps:

Vor dem Versand: Um zu verhindern, dass Pakete unterwegs steckenbleiben oder automatisch aussortiert werden, ist es wichtig, dass Name und Adresse vollständig und gut lesbar angegeben sind. Wer eine Verpackung wiederverwertet, sollte vorhandene Barcodes entfernen oder überkleben. Abgesehen von Preisunterschieden bieten die einzelnen Paketdienstleister auch unterschiedliche Dienste an. So sehen manche nur einen Zustellversuch vor, andere kommen hingegen bis zu dreimal an die Tür, bevor das Paket zurück an den Absender geschickt oder in einen Paketshop umgeleitet wird. Hier lohnt sich ein Blick in die Zustellbedingungen.

Ersatzzustellung beim Nachbarn: Die meisten Paketdienste behalten sich in ihren Vertragsbedingungen die "Ersatzzustellung" an Nachbarn vor. Das kann praktisch sein, wenn der auch tagsüber zu Hause ist. Grundsätzlich muss jedoch kein Nachbar ein fremdes Paket annehmen. Sobald der Empfang quittiert wird, muss das Paket sorgfältig verwahrt und darf dem Empfänger nicht einfach vor die Tür gestellt werden. Denn dann haftet der Nachbar unter Umständen dafür, wenn die Sendung Schaden nimmt.

Verzögerte Lieferung: Paketdienstleister geben in ihren Geschäftsbedingungen Lieferzeiten für die Paketzustellung an. Dies sind jedoch nur unverbindliche Regellieferzeiten und keine garantierten Lieferdaten. Expresslieferungen sind schneller, aber meist teurer.

Beschädigte Pakete: Pakete sind in der Regel versichert. Die Höchstgrenze liegt zwischen 500 und 750 Euro. Der Absender muss dem Paketdienstleister innerhalb von sieben Tagen melden, wenn die versandte Ware beschädigt wurde. Wenn beim Verschicken also etwas zu Bruch ging, sollte der Empfänger dies dem Absender umgehend mitteilen. Sichtbare Schäden sollte der Zusteller gleich an der Haustür registrieren und bestätigen.

Paketverlust: Bei allen Paketen kann mit Hilfe der Paketnummer im Internet verfolgt werden, wo sie sich befinden. Hilft das nicht weiter oder geht die versandte Ware verloren, meldet der Absender das beim Kundenservice und stellt einen kostenlosen Nachforschungsauftrag.

(bine)