Langenfeld: So klappt es mit der Fahrrad-Reparatur

Langenfeld : So klappt es mit der Fahrrad-Reparatur

Wenn beim Radeln Kette oder Reifen schlappmachen, ist Geschick gefragt – und das passende Werkzeug. Der ADFC Langenfeld weiß Rat.

Wenn beim Radeln Kette oder Reifen schlappmachen, ist Geschick gefragt — und das passende Werkzeug. Der ADFC Langenfeld weiß Rat.

Eva Koch ist täglich mit dem Fahrrad unterwegs. Langenfeld, meint sie, sei "wie gemacht" dafür. "Ich komme überall schnell hin", sagt die 74-Jährige, "aber wenn ich mal ein Loch im Reifen haben sollte, bin ich aufgeschmissen." Deswegen nimmt sie an dem Pannenkursus des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) im Kulturzentrum teil: "In so einer Situation will ich mir in Zukunft selbst helfen können." So wie etwa zehn weitere Langenfelder, die sich vom ADFC-Ortsvorsitzenden Peter Trappenberg Tipps geben lassen. Hier sind seine wichtigsten Ratschläge für eine gelingende Pannenhilfe bei Radtouren:

Werkzeug Laut Trappenberg besteht das notwendige Equipment aus Flickset, 15er-Maulschraubenschlüssel, Imbussschlüssel, Ersatzschlauch und einem Reifenheber, um das Gummi von der Felge zu lösen. Auch das Mitführen einer Taschenlampe und einer Luftpumpe mit "ausreichend Volumen" sei wichtig — ebenso wie eine Rolle Klebeband. "Das passt in der Regel alles in eine Satteltasche." Wer es ein bisschen einfacher haben wolle, könne sich auch ein entsprechendes Allzweck-Werkzeug kaufen.

Reifen Der Klassiker unter den Pannen ist der platte Reifen. Scherben, Nägel oder andere Metallfragmente können dem Gummi zu schaffen machen. Während der Vorderreifen in den meisten Fällen noch relativ einfach abmontiert werden kann, ist es beim Hinterrad schon deutlich schwieriger, weil Gangschaltung, Bremsen und Kette demontiert werden müssen. "Das ist nur empfehlenswert, wenn man sich mit dem Aufbau der Mechanik auskennt", betont Trappenberg. Aber es gebe im Handel auch "Schläuche am Stück", die ohne Demontage gewechselt werden können. Sie werden wie eine Wurst um die Felgen gelegt.

Flicken Um ein kleines Loch erkennen zu können, ist meist Wasser nötig, das die entweichende Luft sichtbar macht. Ist keines vorhanden, empfiehlt Trappenberg, den Schlauch am geschlossenen Augenlid vorbeizuführen. "Das ist eine der empfindlichsten Stellen und man bemerkt den kleinsten Luftzug." Das Flicken selbst ist relativ einfach: Das Gummi des Schlauches wird an der kaputten Stelle angeraut, bevor eine chemische Lösung, die in jedem Set enthalten ist, aufgetragen wird. Nach ein paar Minuten Einwirkzeit kann der Flicken aufgetragen werden. Dann heißt es warten, bis sich der Flicken mit dem Schlauch verbunden hat. Bevor der Schlauch wieder auf die Felge kommt, empfiehlt der Experte ein bisschen Luft hinein zu pumpen. Das erleichtere das aufziehen.

Bremsen In Deutschland ist vorgeschrieben, das Fahrräder zwei Bremsen haben müssen. Falls ein Bremszug reißt, bleibt immer noch der andere. Trotzdem rät Trappenberg, vor allem bei längeren Touren einen Ersatzbremszug mitzunehmen. Die Bremsklötze müssen ausgetauscht werden, wenn die Querrillen nicht mehr deutlich erkennbar sind — oder sich eine Kante "eingebremst" hat.

Kette Eine weitere häufige Panne ist das "Abspringen" der Fahrradkette. Wer keine öligen Finger haben will, sollte für das Wiederanlegen auf den Zahnkranz Arbeitshandschuhe mitnehmen. Darüber hinaus muss die Kette gelegentlich geölt werden, um die Gelenke vor Rost, Sand oder anderen Verunreinigungen zu schützen. Achtung: Das Öl darf nicht zu dünnflüssig sein. Die Kette ist ein klassisches Verschleißteil und kann mit der Zeit ausleiern. Sie sollte in regelmäßigen Abständen geprüft werden. Reißt eine Kette auf der Tour, bleibt im Grunde nur der Austausch.

Schrauben und Beleuchtung Bevor das Rad nach längerer Pause genutzt wird, sollten alle Schrauben auf Festigkeit gecheckt werden. Auch die Beleuchtung muss vorab einmal getestet werden. Zudem empfiehlt Trappenberg eine allgemeine Sichtkontrolle vor der Nutzung: "Verdächtige Stellen sollten im Fachhandel überprüft werden."

(dora)