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Langenfeld/Monheim: So hoch sind Hunde in Langenfeld besteuert

Langenfeld/Monheim : So hoch sind Hunde in Langenfeld besteuert

In der Posthorn-Stadt sind 3200 Hunde offiziell registriert, in Monheim sind es etwa 2170. Die Steuer für Kampfhunde ist besonders hoch.

Lisa Schroeder liebt ihren Pico. Gern zahlt sie die 132 Euro jährliche Hundesteuer. Ordnungsgemäß registriert sind derzeit in Monheim rund 2170 Hunde. In Langenfeld sind etwa 3200 Artgenossen offiziell angemeldet. "Bei der Hundesteuer handelt es sich um eine so genannte Prohibitivsteuer", erklärt Langenfelds Kämmerer Detlev Müller. "Damit das Halten von Hunden nicht ausufert." Wer in Langenfeld einen Bello hält, zahlt 90 Euro. Hat er ein zweites Tier, beträgt die Steuer für dieses 108 Euro. Der dritte Hund kostet dann 126 Euro. In Monheim sieht es ähnlich aus. Die jährliche Steuer für die Haltung eines Hundes beträgt 132 Euro, für zwei Hunde jeweils 156 Euro und für drei je 180 Euro.

Und dann gibt es noch die Sonderregelung für gefährliche Hunden, auch Kampfhunde genannt: In Monheim beträgt die Steuer für solch ein Tier 1320 Euro jährlich, in Langenfeld 900 Euro. Damit rangieren die beiden Nachbarstädte in der Vergleichstabelle ganz oben: Monheim auf Platz eins und Langenfeld auf Rang drei. Lassen sich die insgesamt registrierten Kampfhunde in Monheim an einer Hand abzählen, so sind es in Langenfeld zwölf. Hat ein Vierbeiner ein neues Frauchen oder Herrchen, müssen sie das Tier innerhalb von zwei Wochen im Rathaus anmelden - sonst droht ihnen eine Geldbuße von bis zu 5000 Euro.

Werden nicht gemeldete Hunde entdeckt, müssen deren Halter mit rückwirkender Steuererhebung und Geldbuße rechnen. Alle Hundehalter, Grundstückseigentümer, Haushaltsvorstände und volljährigen Haushaltsangehörigen sind nach der Hundesteuersatzung zu wahrheitsgemäßen Auskünften verpflichtet. Wer seinen Hund noch nicht angemeldet hat, sollte dies schnellstens nachholen.

Die Anmeldung von Hunden in Monheim ist möglich an der Information des Rathauses. In Langenfeld kann die Anmeldung persönlich, per Fax oder per E-Mail durchgeführt werden. Die Hundesteuer, betont Kämmerer Detlev Müller, ist nicht an Gegenleistungen der Stadt gebunden. Dennoch befinden sich im gesamten Stadtgebiet 35 so genannte Dog Stations. An diesen Säulen können kostenlos Hundekotbeutel entnommen und gebrauchte Tüten entsorgt werden. Die Behälter werden vom städtischen Betriebshof geleert und mit neuen Müllbeuteln bestückt.

Da die Müllbeutelspender regelmäßig durch besonders gierige Zeitgenossen geleert werden, bietet die Stadt Langenfeld im Bürgerbüro des Rathauses überdies Müllbeutel "zum preisgünstigen Kauf" an. Dort können die Halter die Tütchen für Fiffis Hinterlassenschaften zum Selbstkostenpreis von einem Euro pro 50-Beutel-Rolle erwerben, um den privaten Bestand aufzustocken und nicht ausschließlich auf die leider immer wieder "leergeraubten" Beutelspender an den Stationen angewiesen zu sein.

(RP)