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SkF platzt aus allen Nähten

Langenfeld : Sozialdienst baut neues Haus in der Stadt

Der erste Spatenstich für den geplanten Neubau gegenüber Rathaus und Stadtsparkasse ist im Mai.

Die Räume des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) an der Immigrather Straße 40 sind in die Jahre gekommen. Im Container, der die Lebensmittelausgabe „Tüte“ beherbergt, löst sich der Bodenbelag, es gibt undichte Stellen und die Heizkosten sind hoch. „Es fallen viele Reparaturen an“, sagt Geschäftsführerin Stephanie Krone. Und das Café „Immi“, das täglich einen Mittagstisch für rund 30 bedürftige Menschen anbietet, ist inzwischen mit 30 Quadratmetern viel zu klein. Die Besucherzahlen haben sich verdoppelt. Weil die Mitarbeiter dort täglich selber kochen, reicht die kleine Küchenzeile nicht mehr aus. „Wir benötigen einen großen Herd“, weist die SkF-Geschäftsführerin auf das Dilemma hin. Deshalb baut der SkF jetzt für 2,6 Millionen Euro auf einem eigenen Grundstück neu. Wie bereits berichtet, liegt dieses an der Solinger Straße – in einer Baulücke gegenüber dem  Sparkassen-Parkplatz. Nach der Baubesprechung in dieser Woche ist im Mai der erste Spatenstich. „Wir können es uns nicht leisten, noch länger zu warten.“

Der Sozialverein hat seinen bereits gestellten Ratsantrag auf Gewährung eines städtischen Zuschusses in Höhe von 300.000 Euro erst einmal zurückgezogen, und will ihn Ende des Jahres vor den Haushaltsberatungen für 2020 neu stellen. Die Gelder für das laufende Jahr seien verteilt, und die Ratspolitiker hatten den Antrag an den Sozialausschuss  am 22. Mai  verwiesen. Krone: „Dort ist er nicht an der richtigen Stelle.“

Rund 1000 Quadratmeter ist das innerstädtische Grundstück groß. Der SkF hat es 2008 erworben. In dem geplanten dreigeschossigen Neubau finden die Lebensmittelausgabe „Die Tüte“, das Begegnungs-Café „Immi“ und die Fachberatung Platz,  berichten Stephanie Krone und die ehrenamtliche Vorsitzende Christiane Rommel.  Das Café bekommt dort 64 Quadratmeter und eine 16 Quadratmeter große Küche. Von den 20 Mitarbeitern wechseln fünf hauptamtliche in den Neubau an der Solinger Straße. In den oberen Etagen entstehen dort außerdem sechs öffentlich geförderte Wohnungen. Die SkF-Verwaltung bleibt weiterhin an der Immigrather Straße 40. Auch der Betreuungsverein und der Bereich Jugend und Familie behalten ihre alte Adresse.  „Einige externe Büros ziehen wieder  zu uns an die Immigrather Straße zurück“, sagt Krone. Dafür wurden die alten Räume  bereits renoviert. Der Container, in dem jetzt die Tüte untergebracht ist, werde abgerissen.

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Langenfeld errichtet auf seinem Grundstück in dieser Baulücke an der Solinger Straße einen Neubau; unter anderem mit Sozialwohnungen, Sozialladen "Die Tüte" und Café Immi. Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

Der Neubau sei notwendig, weil der SkF seine Hilfsangebote zentral,  mit einer guten Anbindung und barrierefrei anbieten will. „Viele unserer Besucher halten sich tagsüber rund um das Rathaus auf.“ Und  „Pro Donna“ – das Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt sowie der Second-Hand-Laden befänden sich direkt gegenüber.