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SkF Langenfeld: Sozialdienst macht auf Wohnungslose aufmerksam

Schaufenster in der Stadtgalerie : Sozialdienst macht auf Wohnungslose aufmerksam

Wohnen sei „ein Menschenrecht“, sagt Stephanie Krone vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Langenfeld. Doch weil solch eine eigene Unterkunft in der Wirklichkeit nicht selbstverständlich ist, beteiligt sich der SkF am 11. September am bundesweiten „Tag der Wohnungslosen“.

Nach Angaben der SkF-Geschäftsführerin gestaltet ihr Team in der Stadtgalerie (Galerieplatz1) ein Schaufenster zu diesem Thema. Es soll eine Woche lang auf die schwierigen Lebensumstände von Obdachlosen aufmerksam machen.

Als „wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Wohnungslosigkeit“ bezeichnet Krone den Start der NRW-Landesinitiative  „Endlich ein Zuhause“ im vergangenen Jahr. Mit Unterstützung des Kreises Mettmann seien hieran vier Fachberatungsstellen im gesamten Kreisgebiet beteiligt. Der SkF sei in diesem Falle über Langenfeld hinaus auch für Monheim und Hilden zuständig. Die Landesinitiative unterstützt nach Krones Worten Menschen, „die wieder ein eigenes Zuhause anstreben, durch engmaschige Begleitung“. Das im Langenfelder SkF-Haus an der Immigrather Straße 40 ansässige Team der Wohnungslosenhilfe um Fachbereichsleiter Rainer Sartoris ist sehr erfahren. „Schon seit 1989 ist der SkF für Menschen mit drohendem beziehungsweise bereits erfolgtem Wohnungsverlust Anlaufstelle“, sagt Sartoris. Dem Fachbereich angeschlossen sind auf diesem Gelände direkt neben den Obdachlosenunterkünften an der Bahnstraße außerdem der für bedürftige Langenfelder geöffnete SkF-Lebensmittelshop „Die Tüte“ sowie das Café Immi mit  Mittagstisch sowie Dusch- und Waschmöglichkeit.

Das Team der Wohnungshilfe nimmt Krone zufolge „Kontakt zu Vermietern auf, unterstützt im Prozess der Wohnungsanmietung und begleitet alle Beteiligten nach dem Einzug“.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen haben der Deutsche Caritasverband und seine Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe die Politik zum Aktionstag  am 11. September eindringlich dazu aufgefordert, einerseits die Wohnungslosenhilfe zu unterstützen und andererseits die Obdachlosigkeit mit Entschiedenheit zu bekämpfen.  Nach Krones Angaben sind deutschlandweit mehr als eine halbe Million Menschen  ohne dauerhafte eigene Wohnung. „Es ist zu befürchten, dass diese Zahl vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise ansteigt. Für nicht wenige Haushalte, bei denen zum Beispiel Kurzarbeit ansteht oder der Job bedroht ist, ist die Zahlung der Miete ein Kraftakt oder gar unmöglich geworden.“ Gleichzeitig erschwere Corona die Arbeit von Einrichtungen wie dem SkF, die wohnungslose Menschen betreuen, da nicht alle Angebote wie gewohnt stattfinden können. „Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit sind zentrale gesellschaftliche Probleme“, sagt Krone. „Wir sind froh, dass wir mit der Kooperation mit Vonovia bereits Wohnungen vermitteln konnten. Ebenso freuen wir uns, dass wir mit der Errichtung von sechs Wohnungen auf der Solinger Straße selbst einen Teil dazu beitragen können.“

(mei)