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Monheim: Sie wollen Monheims Jugend vertreten

Monheim : Sie wollen Monheims Jugend vertreten

Die 13- bis 16-jährigen Kandidaten stellten sich und ihre Ziele im Ulla-Hahn-Haus vor. Am 13. März werden die Wahlergebnisse ab 17 Uhr im Rheincafé an der Turmstraße bekanntgegeben.

Sanae Lamaallan und Imani Jayla Ndoumbe sind ziemlich aufgeregt, als sie ihre Ziele für die Arbeit im neu zu wählenden Jugendparlament vor Eltern und Freunden im Ulla-Hahn-Haus vorstellen. "Alle haben zum Glück aufmerksam zugehört", freuen sich die beiden 13-Jährigen später. Die Schülerinnen der Sekundarschule kandidieren zum ersten Mal. Sie wünschen sich mehr Sportmöglichkeiten für Mädchen - auch Fußball - und Spielplätze, auf denen Schaukeln und Klettergeräte nicht kaputt sind. Bessere Freizeitmöglichkeiten und ein Kino in der Stadt gehörten beim "Kandidatentalk" zu den Hauptzielen der 24 Bewerber, von denen einige bereits Erfahrungen als Jugendparlamentarier mitbringen. So wie die Gesamtschülerin Victoria Ginter (16), die schon zweimal dabei war, und die es interessant findet, eine Stimme zu haben um etwas zu bewirken. Zwei Drittel der Kandidaten sind übrigens Mädchen.

Die Jugendlichen hatte Eva Heggemann (Fachbereich Jugendförderung) an den Monheimer Schulen geworben. "Mädchen waren sehr daran interessiert mitzumachen. Jungen ließen sich etwas mühsamer motivieren", sagt die Verwaltungsmitarbeiterin. Da sich das gewählte Gremium aus acht Jungen und acht Mädchen zusammensetzt, haben es die wenigen Jungen leichter, einen Sitz zu bekommen. "Ich brauche eigentlich nur eine Stimme", sagt Luke Bernhard Engel. Der 13-Jährige besucht das Otto-Hahn-Gymnasium und setzt sich dafür ein, dass Schulhöfe auch in der Freizeit länger zum Spielen geöffnet werden.

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Bürgermeister Daniel Zimmermann ist "neugierig darauf, was ihr in der Stadt verändern wollt". Er verspricht, die Vorschläge des Jugendparlaments würden in die Arbeit der Verwaltung einfließen. "Das dauert manchmal lange", appelliert er an das Durchhaltevermögen der 13- bis 16-Jährigen. Nicole Maas und Laura Nadine Weide berichten den Zuhörern, was das Jugendparlament bereits auf die Beine gestellt hat. So habe man beispielsweise vor der Kommunalwahl ein "Speed-Dating" mit Politikern gemacht und sei beim Kindertag mit einem Spiele-Stand vertreten gewesen. "Wir haben auch zwei Partys organisiert und Bewohner der Altenheime beim Gang über den Weihnachtsmarkt begleitet", schildern die 16-jährigen Gymnasiastinnen. In einer Vorstellungsrunde durften alle 24 Kandidaten ihre Ziele und ihre Stärken skizzieren, bevor sie sich anschließend den Fragen der Besucher stellten. "Ich kann gut organisieren", sagt Franziska Becker (15) über sich selber. Noelle Gerhards (15) ist "offen für neue Ideen". Und Meriam Mellouki (13) betont, sie könne "sich gut durchsetzen". Neben Freizeitthemen will Laura Weide auch Projekte für Flüchtlingskinder anstoßen und das Jugendparlament zu einer Anlaufstelle mit regelmäßigen Sprechstunden ausbauen. Für besseres Mensa-Essen an den Schulen macht sich Franziska Becker (15) stark. Beyzanur Karakoc (16) möchte, dass WLAN-Nutzung auch an den Schulen möglich wird. Intensiv wurde in der Gesprächsrunde ein Kino für Monheim diskutiert. Das steht auf Franziska Beckers (15) Wunschliste ganz oben. Neben dem Herbstkino wünschen sich die Mädchen und Jungen ein Film-Programm an den Wochenenden.

Jugendliche können am 11. und 12. März bereits zum achten Mal über die Besetzung ihres Jugendparlaments abstimmen - am Mittwoch, 11. März, an der Peter-Ustinov-Gesamtschule, der Lise-Meitner-Realschule und der Anton-Schwarz-Hauptschule. Am Donnerstag, 12. März, an der Leo-Leonnie-Schule, am Otto-Hahn-Gymnasium und erstmals an der Sekundarschule. Gewählt werden kann an beiden Tagen zudem im Haus der Chancen an der Friedenauer Straße 17c. Mittwoch von 8 bis 16 Uhr und Donnerstag von 8 bis 17.30 Uhr.

Die Wahlergebnisse werden am Freitag, 13. März, ab 17 Uhr im Rheincafé an der Turmstraße bekanntgebegen.

www.rp-online.de/langenfeld

(RP)