Langenfeld: SGL saniert Anlage für 1,27 Millionen Euro

Langenfeld: SGL saniert Anlage für 1,27 Millionen Euro

Die Stadt gibt über vier Jahre verteilt einen Zuschuss von je 150.000 Euro dazu.

Die Sportanlagen der SGL sind seit 1968 gewachsen und in die Jahre gekommen. Der Substanzverlust ist nicht mehr zu übersehen. Vorstand Martin Bock hat im Sportausschuss deshalb den detaillierten Sanierungsplan für die nächsten Jahre vorgestellt. Den Zuschuss der Stadt von je 150.000 Euro über vier Jahre verteilt hatte der Ausschuss bereits im Februar beschlossen.

Den größten Batzen macht dabei die Erneuerung der Lüftungsanlagen aus. 650.000 Euro hat Bock dafür veranschlagt. Die ersten Arbeiten dafür sollen noch in diesem Jahr beginnen. Dabei werden auf einen Schlag rund 210.000 Euro fällig. Für die Sanierung der Sanitäranlagen und der Umkleiden hat die SGL 225.000 Euro vorgesehen. Die ersten 100.000 werden ebenfalls in diesem Jahr ausgegeben. 50.000 Euro stehen für die Ausbesserung des Bewegungsbads und 30.000 Euro für Sonstiges auf dem Zettel für 2018.

"Wir müssen Umbau und Sanierung während des laufenden Betriebs stemmen", erläutert der SGL-Vorstand. Bei durchschnittlich 200 Besuchern pro Tag kein einfaches Unterfangen. Deshalb würden die Arbeiten über vier Jahre gestreckt. Auf die Kritik der SPD, das würde dann nur teurer, antwortete Bock. "Wenn wir alles auf einmal machen würden, hätten wir bald keine Mitglieder mehr." Deshalb müsse es auch immer wieder neue Ausschreibungen geben, was möglicherweise zu höheren Kosten führen könne. Aber prinzipiell würde man über die Jahre mit denselben Anbietern arbeiten.

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"Es wird Einschränkungen während des laufenden Sportbetriebes geben", räumte Bock auf Nachfrage von Beate Barabasch (Grüne) ein. Aber der Verein (Gelände und Mitglieder) sei besonders seit 1998 so stark gewachsen, dass diese Erneuerung dringend notwendig sein. Insgesamt veranschlagt Langenfelds größter Sportverein (etwa 11.000 Mitglieder) 1,27 Millionen Euro. Saniert und erneuert werden im Zuge des Programms auch Böden und Beleuchtung. Die Planungen seien mit der Stadt abgesprochen. 2021 soll das Sanierungsprogramm erst einmal abgeschlossen sein.

Geld aus der Sportpauschale der Stadt gibt es für vier Vereine. Der Tennisclub Grün/Weiß bekommt 12.181 Euro für die Erneuerung seiner Zaunanlage. Gesamtkosten: 15.712 Euro. Die Sportkegler Langenfeld wollen ihre Neonbeleuchtung durch sparsame LED-Leuchten ersetzen und bekommen dafür 1190 Euro. Der Wiescheider Tennisclub modernisiert sein Clubhaus für 13.392 Euro und erhält von der Stadt einen Zuschuss in Höhe von 10.383 Euro dafür. Im Vereinsgebäude der Luftsportgruppe Erbslöh sind die Sanitärräume in einem schlechten Zustand und müssen saniert werden. Dazu müssen Wände herausgerissen und Elektroleitungen neu verlegt werden. Das kostet den Verein 29.210 Euro. Die Stadt gibt einen Zuschuss in Höhe von 22.646 Euro. Insgesamt beträgt die Sportpauschale 46.400 Euro für das Jahr.

(og)
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