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Mutmaßlicher Schütze von Monheim: Sein Sohn ist der mutmaßliche Säureanschlag-Auftraggeber

Mutmaßlicher Schütze von Monheim : Sein Sohn ist der mutmaßliche Säureanschlag-Auftraggeber

Der Kioskbetreiber, nach dem die Polizei nach einer Schießerei in Monheim-Baumberg fahndet, ist der Vater des 23-Jährigen, der einen Säureanschlag auf ein Mädchen aus Hilden in Auftrag gegeben haben soll.

Nach der Schießerei in Monheim-Baumberg fahndet die Polizei nach dem Kioskbesitzer Mehmet K. Der 46-Jährige soll einen 37-jährigen Imbiss-Betreiber am Mittwoch mit mehreren Schüssen schwer verletzt haben. Der Schütze ist seitdem auf der Flucht, teilte die Polizei mit.

Die beiden Männer hatten sich seit längerem um den Verkauf von Getränken gestritten. Ihre beiden Geschäfte liegen in unmittelbarer Nähe. Bei einem Schlichtungsgespräch war die Situation eskaliert.

Bei dem Flüchtigen handelt es sich um den Vater eines 23-jährigen Langenfelders, der verdächtigt wird, einen Säureanschlag auf seine Ex-Freundin Reyhan C. aus Hilden in Auftrag gegeben zu haben.

Das bestätigte am Donnerstag ein Sprecher der Kreispolizei in Mettmann. Der 23-Jährige sitzt in U-Haft. Die Staatsanwältin hatte im Juni beim Prozess in Düsseldorf neun Jahre und drei Monate Gefängnis wegen gefährlicher Körperverletzung gefordert. Sein geständiger Komplize, der die Tat ausgeführt hatte, soll für acht Jahre in Haft. Ein Urteil gibt es noch nicht. Das Opfer, Reyhan C., ist durch Hautverätzungen entstellt.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des flüchtigen Mehmet K. führen, sind 1000 Euro Belohnung ausgesetzt. Die Polizei stellte seinen schwarzen Kia-Geländewagen mit dem Kennzeichen ME-MK 70 Donnerstagmorgen in Bielefeld sicher.

Der Mann gilt immer noch als bewaffnet. Die Polizei will wissen, wer ihn auf der Flucht gesehen hat oder seinen Aufenthaltsort kennt. Er ist etwa 1,75 Meter groß und korpulent. Er war am Tattag mit einer Jeans bekleidet. Hinweise nimmt die Kreispolizei in Mettmann unter Telefon 02104 9820 entgegen.

Das Opfer der Schießerei kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Inzwischen ist der Mann ansprechbar und konnte von der Polizei vernommen werden.

(jco)