Langenfeld/Hilden: Segelflieger vollenden Fusionspläne

Langenfeld/Hilden: Segelflieger vollenden Fusionspläne

Die Luftsportler der LSG Erbslöh Langenfeld und der LSG Kesselsweier Hilden werden einen gemeinsamen Verein bilden. Dies beschlossen die Mitgliederversammlungen mit großer Mehrheit am Mittwochabend im Langenfelder Clubheim.

Die Vereine stimmten auf der gemeinsamen Versammlung getrennt ab. Bei der wegweisenden Zusammenkunft, die von den beiden Vorsitzenden Peter Hecker (Erbslöh) und Elmar Weischede (Kesselsweier) geleitet wurde, war zur Beurkundung der Langenfelder Notar Dr. Jürgen Streblow anwesend.

Der Versammlung lag der notarielle Verschmelzungsvertrag vor sowie ein Verschmelzungsbericht, in dem die Vorstände die Ausgangslage und die Ziele der Fusion erläutern. Hecker sagte vor der Abstimmung: "Die Mitglieder beider Vereine werden profitieren." In den vergangenen zwei Jahren hätten sich bereits viele Freundschaften gebildet. Weischede erläuterte, die Segelflieger der LSG Kesselsweier seien mit Eintrag ins Vereinsregister rückwirkend zum 1. Januar 2013 Mitglieder der LSG Erbslöh.

Die dem Verschmelzungsvertrag angefügte Liste weist 89 Hildener aus, die davon betroffen sind. Der neue Verein hat etwa 280 Mitglieder. Der Eintrag ins Vereinsregister soll erfolgen, sobald der Verkauf der Hildener Immobilie abgeschlossen ist. Das Vereinsheim mit Hangar, ein ehemaliges Guts-haus, erwirbt der Hildener Unternehmer Uwe Koenzen. Der Kaufvertrag ist, wie gemeldet, bereits unterschrieben.

Der Verschmelzungsbericht bezeichnet die finanzielle Lage beider Vereine als "gesund". Den Aktiva in Form von Flugzeugen, Hallen und Zubehör stünden nur geringe Verbindlichkeiten gegenüber. Von ihrem Zusammenschluss erwarten die Langenfelder und Hildener Segelflieger bessere Ausnutzung ihrer Kapazitäten in Material und Ausbildung und eine Reduzierung von Kosten durch Synergieeffekte. Das Einzugsgebiet wird vergrößert und ein größerer Verbund kann die Interessen der Luftsportler im Dachverband Deutscher Aero-Club (DAeC) besser vertreten.

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Auslöser der Zusammenlegung der beiden Vereine ist der Verlust der Betriebsgenehmigung des Segelfluggeländes Kesselsweier. Die Hildener Segelflieger waren daraufhin zunächst auf dem Segelfluggelände Düsseldorf-Wolfsaap zu Gast und seit gut zwei Jahren bei Erbslöh. Ausbildung der Flugschüler, Nutzung der Flugzeuge und Werkstattarbeit erfolgen seitdem gemeinsam, so dass der Zusammenschluss im täglichen Betrieb keine Änderung bringt, sondern nur bereits gängige Praxis nachvollzieht.

Nach dem Beschluss zur Verschmelzung beider Vereine beschloss die Versammlung den Bau einer neuen Halle auf dem Wiescheider Vereinsgelände zur Unterstellung von Flugzeugen, Transportanhängern. Derzeit sind zahlreiche der 28 am Platz stationierten Flugzeuge außerhalb des Flugbetriebs abgerüstet in Anhängern untergebracht. Die Halle soll neue Stellfläche von 735 Quadratmetern bieten. Stadt Langenfeld und Kreis Mettmann stehen dem Vorhaben positiv gegenüber.

Das Dach des bestehenden Vereinsheims soll ab Mitte August saniert werden. Das hatten die Langenfelder bereits auf einer früheren Versammlung beschlossen. Bei der Dachsanierung und dem Bau der Halle sind Eigenleistungen durch die Vereinsmitglieder vorgesehen.

(RP)
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