Langenfeld/Monheim: Sechs einfache Tipps gegen Einbrecher

Langenfeld/Monheim : Sechs einfache Tipps gegen Einbrecher

Heute ist der Tag des Einbruchschutzes. Für die Sicherheit zu Hause kann jeder etwas tun, rät die Kreispolizei.

Es vergeht kein Tag, an dem die Kreispolizei nicht mindestens einen Einbruch meldet — nahezu aus allen zehn Städten des Kreises Mettmann. Oft sind es auch gleich mehrere, wie Anfang der Woche in Haan. Dort stiegen die Diebe in zwei Einfamilienhäuser ein, indem sie die Balkontüren aufhebelten, die Vorgehensweisen gleichen sich. Oder in Erkrath. Dort brachen Unbekannte in Schulen und Kitas sowie in Baucontainer ein — alles innerhalb von 24 Stunden. Es wäre also ein Wunder, wenn heute — am "Tag des Einbruchschutzes" — keine Einbrüche gemeldet würden.

Schilder wie dieses können abschrecken. Foto: dpa/privat

Wer will, dass das eigene Zuhause und womöglich das des Nachbarn verschont bleibt, kann mit kleinen Anschaffungen und Tipps zum richtigen Verhalten Großes bewirken. Rainer Herbrand, Kriminalhauptkommissar beim Kommissariat Prävention und Opferschutz, gibt einen Überblick.

Pflege ist wichtig "Haus und Umgebung sollen keinen verwahrlosten Eindruck machen", so Herbrand. Dazu gehört, dass der Rasen gemäht ist, Mülltonnen nicht überquellen und die Wege nicht zugewuchert sind. Grundsätzlich gilt: Je gepflegter und bewohnter ein Gebäude ist, desto mehr werden Einbrecher abgeschreckt.

Steighilfen entfernen Alles, was dazu genutzt werden kann, in höhere Etagen oder auf Balkone zu gelangen, muss weg. Dazu gehören Leitern, aber auch Laubtonnen und Gartenmöbel. "Einbrecher setzen alles ein, was sie vorfinden."

Briefkasten leeren Auch wer nur übers Wochenende weg ist, sollte daran denken, seinen Briefkasten leeren zu lassen. Manchmal reichen die Wurfsendungen von zwei Tagen, um Dieben zu signalisieren: keiner zu Hause. "Einbrecher sind keine Räuber", erklärt Herbrand, "sie wollen in leerstehende Objekte einsteigen und suchen deshalb danach."

Immer so tun, als sei jemand da Dazu gehört zum Beispiel, dass Rollläden bewegt werden, entweder per Zeitschaltung oder von Nachbarn per Hand. Licht, das an- und ausgeschaltet werden kann, hilft ungemein, und der Polizist empfiehlt auch das Gerät namens "Fake TV". Es kostet im Handel etwa 40 Euro und suggeriert das Flimmern eines Fernsehers durch die Scheibe. "Sehr nützlich", so Herbrands Beobachtung.

Hunde und Hunde-Fakes schaden nicht, befindet die Polizei. Sie schrecken aber nicht immer ab: Viele Täter könnten durchaus mit Hunden umgehen und hätten auch keine Angst — wie zuletzt in Langenfeld zu sehen war. Dort hatten die Einbrecher einen Dobermann in ein Zimmer gesperrt und seelenruhig die Wohnung durchsucht. Zu den Hunde-Fakes gehören das Schild "Vorsicht bissiger Hund" und ein Gerät, das in regelmäßigen Abständen Gebell nachahmt.

Aktion wachsamer Nachbar Ein gutes Nachbarschaftsverhältnis ist der beste Einbruchschutz. Gegenseitiges Aufpassen etwa bei Urlaubsreisen sei gute Prävention, heißt es. Und: "Rufen Sie die 110, wenn Sie Verdächtiges bemerken", sagt Herbrand. "Wir kommen lieber einmal zu viel als zu wenig." Der Einsatz kostet den Anrufer nichts, auch wenn nichts war. So kann ein Klingeln an der Tür nebenan harmlos sein. Oder aber der Test eines Täters, der wissen will, ob wirklich niemand zu Hause ist. "Wenn dann doch jemand öffnet, gibt es meist eine läppische Ausrede."

(RP)