Langenfeld: Schulen warnen Eltern vor möglichem Sextäter

Langenfeld : Schulen warnen Eltern vor möglichem Sextäter

Ein Unbekannter, der Kinder mit einem Geschenk in sein Auto locken will, beunruhigt die Eltern zweier Grundschulen in Langenfeld. Der Mann soll in den vergangenen beiden Wochen in zwei Fällen jeweils ein Mädchen auf dem Schulweg angesprochen haben.

Betroffen sind Schülerinnen der Grundschule Richrath-Mitte an der Jahnstraße und der Paulusschule in Berghausen. Dies bestätigte gestern die Polizei auf Anfrage der RP. Sie hat nach eigenen Angaben inzwischen alle Langenfelder Grundschulen über die Vorfälle informiert.

In einem Schreiben, das der RP vorliegt, fordern Schulleitung und Schulpflegschaft der Grundschule Richrath-Mitte die Eltern auf Anraten der Polizei auf, ihre Kinder nur noch in Gruppen zur Schule gehen zu lassen. "Zugleich warnt sie (die Polizei) davor, mit Panik zu reagieren", heißt es in dem Elternbrief. "Zum Glück" hätten beide Kinder "richtig reagiert, das Angebot (des Unbekannten) ausgeschlagen und ihren Schulweg zügig fortgesetzt". Ein ähnliches Schreiben ging auch an die Eltern der Paulusschule, teilte Schulleiterin Rosemarie van Laack auf Anfrage mit. Der Berghausener Fall liegt erst ein paar Tage zurück.

Die Polizei wie auch die Leiterinnen der beiden betroffenen Grundschulen machten deutlich, dass sie die Vorfälle nicht an die große Glocken hängen wollen. Dabei spielen laut Polizeisprecherin Nicole Rehmann nicht nur ermittlungstaktische Gründe eine Rolle. "Wir wollen nicht, dass plötzlich jeder Großvater, der seine Enkelin von der Schule abholt, als verdächtig gemeldet wird." Die Langenfelder Schulwege stünden nun verschärft im Fokus der Polizei, versicherte Rehmann.

(gut)
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