Langenfeld: Schüler stehen Schlange für die Juniorwahl

Langenfeld: Schüler stehen Schlange für die Juniorwahl

Die Schüler stehen Schlange im Foyer der Kopernikus-Realschule. Nacheinander betreten die Jungen und Mädchen den Wahlraum. Ein paar Schüler warten noch. Zwei andere sitzen bereits in den Wahlkabinen. "Die Schüler simulieren die Bundestagswahl", sagt Christian Kosmalla, Vorsitzender des Fachbereich Sozialwissenschaften.

Die Juniorwahl ist ein Konzept zur politischen Bildung an weiterführenden Schulen. Im Rahmen von Landtags-, Bundes- und Europawahlen werden Schulen eine Wahlsimulation organisieren und durchführen. Das Programm Juniorwahl stellt Unterrichtsmaterial zur Vorbereitung kostenlos zur Verfügung.

"Es ist eine ideale Verknüpfung von Theorie und Praxis", sagt Kosmalla. "Dadurch wird den Schülern Politik nähergebracht und sie fühlen sich einbezogen". Während der Juniorwahl würde rege diskutiert werden. Die Schüler würden sich auch außerhalb des Unterrichts über die Kandidaten und das Programm austauschen, so der Lehrer.

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Ein Großteil der Jungen und Mädchen darf bei der nächsten Wahl dabei sein und kann somit die momentanen Hemmschwellen abbauen. "Das Projekt zeigt auch, dass es mehr Erstwähler gibt", sagt der Fachvorsitzende.

Die Ergebnisse der Juniorwahl werden anschließend mit den Bundestagswahl-Ergebnissen verglichen. "Die Frage, ob das Wahlalter auf 16 herabgesetzt werden sollte, steht in diesem Zusammenhang", sagt Kosmalla. In den letzten Jahren hätte sich gezeigt, dass die Wahlunterschiede zwischen der Jugend und den älteren Generationen enorm seien. Aktuell sind bundesweit über 3487 Schulen am Konzept beteiligt. Nähere Informationen sind unter www.juniorwahl.de einsehbar.

(RP)
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