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Langenfeld: Schnellbus zur Uni nimmt Betrieb auf

Langenfeld : Schnellbus zur Uni nimmt Betrieb auf

Montags bis freitags verkehrt die SB 57 von 7 bis 19 Uhr zwischen Hellerhof und Uni - im Probebetrieb.

Seit September 2013 kommen Studenten von Bilk aus in kürzester Zeit mit der Schnellbuslinie SB 56 zur Heinrich-Heine-Universität. Innerhalb von rund acht Minuten erreicht der Bus die Düsseldorfer Uni. Die Kosten für den Betrieb werden auf rund 60.000 Euro im Jahr geschätzt. Ab Montag, 12. Juni, wird nun auch der südlichste Zipfel von Düsseldorf mit einem neuen Schnellbus versorgt; die Rheinbahn bringt die Linie SB 57 an den Start. Das ist früher, als zunächst gedacht. Eigentlich sollte der Schnellbus erst zum Winterfahrplan 2017/2018 in Betrieb gehen. Montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr verbindet er künftig Hellerhof und Garath mit der Uni. Der erste Bus startet um 6.57 Uhr an der Eichsfelder Straße. Weitere Haltepunkte im Stadtbezirk 10 sind Hellerhof S-Bahnhof, Dresdener Straße und Garath S-Bahnhof Ost-Seite. Von dort aus geht es über die Münchener Straße in einem Rutsch durch bis Universität Südost. Diese Haltestelle erreicht man in rund 15 Minuten - gerechnet von der Eichsfelder Straße. Weitere Haltepunkte sind: Universität Süd, Universität Mitte, Universität Mensa und Südpark (Bahnsteig 6). Von dort aus hat man zudem Anschluss an mehrere U-Bahnlinien.

Doch auch wenn der neue Schnellbus vor allem für Studierende gedacht ist, kann er von jedem genutzt werden. Die Stadtteilpolitiker haben sich seit 2013 für diesen Schnellbus eingesetzt. Bislang war es für Studenten fast schon schneller, mit der S-Bahn zur Kölner Uni zu gelangen als an die Bildungseinrichtung in der eigenen Stadt. Die reine Fahrzeit vom S-Bahnhof Hellerhof bis zur Haltestelle Universität-Mensa beträgt zwischen 37 und 42 Minuten. Allerdings wird der Schnellbus erst einmal zur Probe eingeführt. Wird er nicht genutzt, könnte er auch wieder gestrichen werden.

Die Hoffnungen, dass er gut angenommen wird, sind auch mit dem Stadterneuerungsprojekt "Garath 2.0" verbunden. Mit dem sollen mehr junge Leute in den schrumpfenden Stadtteil gezogen werden. Ursula Holtmann-Schnieder sitzt für die SPD im Stadtrat und in der Bezirksvertretung 10; auch sie freut sich über die neue Linie. Allerdings hofft sie, dass sich deren Einführung schnell rumspricht. Für den Haltepunkt am Hellerhofer S-Bahnhof wünscht sie sich besondere Hinweise. Denn der Schnellbus hält nicht wie die Linie 789 vor der Apotheke, sondern dort, wo sonst der Schienersatzverkehr die Passagiere aufnimmt: unter der Unterführung. Damit es von da aus schnell auf die Frankfurter Straße geht. "Gerade beim Schienenersatzverkehr haben viele Fahrgäste nicht mitbekommen, wo der hält."

Das Amt für Verkehrsmanagement will die Haltestelle aufgrund der zeitnahen Inbetriebnahme zunächst provisorisch einrichten.

(RP)