Monheim-Baumberg: Schießerei-Opfer geht es besser

Monheim-Baumberg : Schießerei-Opfer geht es besser

Nach der dramatischen Schießerei in Baumberg hat der Kiosk an der Geschwister-Scholl-Straße wieder geöffnet. Der angeschossene Imbiss-Inhaber ist jedoch noch im Krankenhaus - er befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Der 37-jährige Imbiss-Inhaber, den der benachbarte Kioskbesitzer (46) in der vergangenen Woche mit mehreren Schüssen verletzt hatte, ist noch im Krankenhaus. Er befindet sich aber "weiter auf dem Weg der Besserung", wie Staatsanwalt Christoph Kumpa am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. "Bisher konnte er noch nicht abschließend vernommen werden."

Der flüchtige und mit europäischem Haftbefehl wegen versuchten Totschlags gesuchte Kioskbetreiber ging den serbischen Grenzbeamten am Samstag ins Netz. Der Beschuldigte versuchte, an einem Grenzübergang nach Serbien einzureisen. Er habe wohl damit gerechnet, sich die Einreise mit Bargeld erkaufen zu können. Die eigentliche Festnahme sei unspektakulär verlaufen, sagte Kumpa, der eine Auslieferung nach Deutschland beantragt hat.

Grund für die Auseinandersetzung war ein seit Monaten schwelender Streit zwischen den beiden Türken um den Getränkeverkauf außer Haus gewesen. Der Imbissbetreiber hat, entgegen dem Mietvertrag, auch Getränke zum Mitnehmen im Angebot.

Wie berichtet, sitzt der Sohn des Baumberger Schützen in U-Haft. Der 23-jährige Langenfelder soll im Dezember einen Säureanschlag auf seine Hildener Ex-Freundin (21) in Auftrag gegeben haben. Die junge Frau ist seitdem dauerhaft entstellt.

Die Staatsanwältin hat eine Freiheitsstrafe von mehr als neun Jahren gefordert. Wegen etlicher Widersprüche in belastenden Aussagen plädiert sein Verteidiger auf Freispruch. Das Urteil des Düsseldorfer Landgerichts wird heute erwartet.

(pc)
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