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Strauss-Filialen sollen geöffnet bleiben: Sanierungsplan muss bis Ende März vorgelegt werden

Strauss-Filialen sollen geöffnet bleiben : Sanierungsplan muss bis Ende März vorgelegt werden

Die in finanzielle Schieflage geratene Warenhauskette Strauss Innovation muss nun bis Ende März bei Gericht einen Sanierungsplan vorlegen. Ziel sei die Fortführung des Unternehmens, sagte ein Strauss-Sprecher am Freitag. Alle Filialen blieben zunächst geöffnet.

An dem Sanierungsplan sollen neben der aktuellen Geschäftsführung auch Vertreter der Gläubiger und der Arbeitnehmer mitarbeiten. Als sogenannter Sachwalter wurde der Kölner Rechtsanwalt Andreas Ringstmeier vom Gericht bestellt. Das Unternehmen hatte am Donnerstag beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines sogenannten Schutzschirmverfahrens beantragt.

Die Ladenkette mit bundesweit 96 Filialen und rund 1400 Beschäftigten hatte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr "signifikante Verluste" erwirtschaftet. Ein Stellenabbau und auch die Schließung von Filialen wurden nicht ausgeschlossen.

Das Unternehmen überstand bereits eine schwere Krise kurz nach dem Jahrtausendwechsel. Nach einem Wechsel in der Geschäftsführung schrieb das Unternehmen rote Zahlen, so dass es schließlich umstrukturiert werden musste. Damals wurden 430 Stellen abgebaut. 2008 stieg der schwedische Finanzinvesttor EQT mit frischem Kapital ein und holte das Unternehmen so aus dem schwierigen Fahrwasser.

(dpa)