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Langenfeld: S 6 steht im Sommer wieder still

Langenfeld : S 6 steht im Sommer wieder still

Zwischen Essen und Ratingen-Ost fahren in den Ferien Busse. Die Sanierung des Bahnhofs Hösel wird verschoben.

Die Bahnkunden brauchen in diesem Sommer wieder einen langen Geduldsfaden: Vier Wochen lang - vom 14. Juli bis zum 12. August - wird die Strecke zwischen Essen-Hauptbahnhof und Ratingen-Ost gesperrt: An den Gleisen wird gearbeitet. Fünf Millionen Euro werden investiert. Seit drei Jahren war die Sperrung geplant. Doch die lange angekündigte Komplett-Sanierung des Bahnhofs Hösel, die in der Sperrzeit begonnen werden sollte, muss verschoben werden: Jetzt gab die Bahn bekannt, dass sich bei der Ausschreibung kein einziges Unternehmen gemeldet habe. Die Stadt Ratingen wollte direkt im Anschluss den dortigen Busbahnhof und den Vorplatz neu gestalten. Damit die Station endlich behindertengerecht wird, wollte die Bahn zwei Aufzüge errichten.

Zuletzt hatte die Bahn im Jahre im Jahre 2012 sechs Stationen entlang der S 6-Strecke aufgemöbelt, darunter auch den Bahnhof in Ratingen Ost. Damals wurde die Strecke während der Sommerferien komplett stillgelegt. Auch für die Arbeiten an der Station Hösel sollten die Schulferien genutzt werden: Denn die Züge der S 6 fallen vom 14. Juli bis 12. August zwischen Essen Hbf und Ratingen Ost aus und werden durch Busse ersetzt.

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Im Rahmen der Modernisierungsoffensive MOV 2 muss die Station, die beim jährlichen VRR-Report selten gute Noten bekommt, komplett saniert werden. Hierzu zählen nach Angaben der Bahn die Erhöhung oder der Neubau der Bahnsteige, deren Neuausstattung und der Einbau eines taktilen Leitsystems für Blinde und Sehschwache. Darauf können die Bahnkunden nun wieder lange warten: Ein Bahnsprecher verwies auf de langen Vorlaufzeiten für Streckensperrungen: Es gebe noch keinen neuen Zeitplan. Üblicherweise werden Strecken in den Ferien gesperrt. Das war auch 2012 bei der Sanierung in Ratingen-Ost der Fall.

Und das ist in Hösel geplant: Zwei Aufzüge gewährleisten künftig einen bequemen und vor allem behindertengerechten Zugang. Die Bahn baut beide Aufzüge, einen auf Kosten der Stadt, wird aber beide unterhalten. Um sie war lange gestritten worden.

Der Hausbahnsteig 1, dort halten und starten die Züge in Richtung Essen, wird teilweise zum Kombibahnsteig für Bus und Bahn umgestaltet. Er soll ein paar Meter in Fahrtrichtung vorverlegt werden. Auf der einen Seiten halten die Züge, auf der anderen die Busse.

Dort kommt die Stadt ins Spiel: Sie will Busse künftig unter der Brücke halten und auch gleich wenden lassen. Bislang müssen die Busse zwischen Seniorenheim und Irish Pub durchfahren und im kleinen Kreisel vor dem Parkdeck drehen.

Nach Angaben von Dirk Winkelmann vom Tiefbauamt werde nur noch ein Bus wegen seiner Parkposition den Kreisel nehmen müssen, 90 Prozent der Busse drehten aber bereits unter der Brücke. Das bedeutet künftig mehr Ruhe auf dem Vorplatz, der ebenfalls neu gestaltet werden soll. Die Stadt wollte im Frühherbst mit den Arbeiten beginnen. Die Ausschreibung wird derzeit vorbereitet. Die Musterpflaster kann man noch am Bahnhof bewundern, doch die Entscheidung ist bereits gefallen: Es wird ein dunkelgrauer Kunststein mit leicht gerumpelten Kanten, so Winkelmann.

(RP)