Langenfeld: Rentner wünscht sich mehr Ruhebänke

Langenfeld: Rentner wünscht sich mehr Ruhebänke

Bernhard Kollbach (82) beklagt, dass es für ältere Spaziergänger zu wenig Sitzmöglichkeiten für Verschnaufpausen gibt.

Bernhard Kollbach (82) will beweglich bleiben, bemüht sich, auch größere Strecken zu Fuß zurückzulegen. "Doch das fällt mir immer schwerer", sagt der Rentner. "Und das liegt daran, dass es in Langenfeld viel zu wenig Sitzbänke an den Straßen gibt." Gerade erst sei in der Nähe seiner Wohnung an der Jahnstraße eine Bank entfernt worden, klagt Kollbach. "Auch in der Nähe des Jahnhauses hat früher eine gestanden; und jetzt gibt es dort keine mehr." Wenn der 82-Jährige zu Fuß in die Innenstadt oder etwa auch in die andere Richtung nach Richrath gehe, müsse er sich "zwischendurch einfach mal hinsetzen können, um mich zu erholen".

Auch im Namen gleichaltriger Bekannter bat Kollbach den Bürgermonitor darum, gerade entlang der Zufahrtsstraßen in die City und auch in die Ortsteilzentren mehr an die älteren Fußgänger und deren Bedürfnis nach einer Verschnaufpause zu denken. "Für deutlich mehr Sitzbänke in Langenfeld wären sicher viele Senioren dankbar."

Für die Aufstellung von Bänken ist der städtische Betriebshof zuständig. Und nach welchen Kriterien geschieht dies? "Wenn ein Platz neu angelegt oder umgestaltet wird, dann gehören in der Regel Bänke dazu", sagt Betriebshofsleiter Bastian Steinbacher. Auch für die Unterhaltung und gegebenenfalls den Austausch der Stadtmöbel seien seine Leute zuständig. Darüber hinaus erreichten den Betriebshof Anfragen von Bürgern und Stadtpolitikern nach Standorten für zusätzliche Bänke. Zudem stifte immer wieder der Umweltschutz- und Verschönerungsverein Bänke, oft mit Unterstützung von Unternehmen. "Wir prüfen dann, wem diese Flächen gehören und ob der Standort geeignet ist. In der Regel gehört dann auch ein Abfallbehälter daneben, der von uns zu leeren ist." Aktuell gibt es Steinbacher zufolge 244 Sitzbänke in Langenfeld. 192 sollen inmitten von Grünflächen stehen, die übrigen irgendwo am Straßen- und Wegesrand. In engem Kontakt ist der Betriebshof laut Steinbacher bei diesem Thema auch mit Cordula Theis, die im Rathaus die von verschiedenen Verbänden getragene Stadtteil-Arbeit koordiniert. "Tatsächlich wird immer wieder der Wunsch nach weiteren Bänken und Ruheplätzen an uns herangetragen", sagt Theis. Dies geschehe etwa bei Stadtteil-Rundgängen, die jeweils die dortigen Kooperationspartner wie etwa Arbeiterwohlfahrt oder kirchliche Gruppen organisierten. Bei einem gemeinsamen Rundgang mit älteren Bewohnern etwa durch Langfort hätten die Teilnehmer Stolperfallen, abzusenkende Bordsteine und eben auch Standorte für Bänke benannt.

Und wie kann nun Bernhard Kollbach geholfen werden? Steinbacher nahm nach dem Anruf des Bürgermonitors gestern Kontakt zu dem 82-Jährigen auf. "Wir werden uns darum kümmern, dass auf alle Fälle die Bank zurückkommt, die an der Jahnstraße jetzt entfernt wurde", versicherte danach die Erste Beigeordnete Marion Prell. Und wenn auf dem weiteren Weg in die Innenstadt und nach Richrath weitere Sitzmöglichkeiten für Verschnaufpausen nötig seien, werde der Betriebshof für Abhilfe sorgen. Das wird Bernhard Kollbach mit Freude vernommen haben. Wir bleiben dran!

(mei)