Langenfeld: Rekordsaison erfreut Wasserski-Chef

Langenfeld : Rekordsaison erfreut Wasserski-Chef

500 Schulklassen, mehr als 1000 Gruppen: Die diesjährige Saison war für Wasserski-Betreiber Johannes Sühs rekordverdächtig. Obwohl es – im kalten Frühling – lange nicht so aussah.

500 Schulklassen, mehr als 1000 Gruppen: Die diesjährige Saison war für Wasserski-Betreiber Johannes Sühs rekordverdächtig. Obwohl es — im kalten Frühling — lange nicht so aussah.

Der Oktober wird für Wassersportler noch einmal zum wahren Wonnemonat. Wer in diesen Tagen auf der Webcam der Wasserskianlage im Ortsteil Berghausen das Treiben beobachtete, konnte glatt den Eindruck gewinnen, der Sommer 2013 feiere sein Comeback. "Wir hatten drei Bahnen ausgebucht", bestätigt Geschäftsführer Johannes Sühs diesen Eindruck im Gespräch mit der RP.

Der vergangene Mittwoch sei wie ein "Hochsommertag" gewesen. Dabei habe es zunächst lange Zeit nicht danach ausgesehen, dass die Saison gut verlaufe: "Bis in den Juni hinein war es so schlecht, dass wir nicht gedacht haben, das Minus noch einmal aufholen zu können."

Doch bereits jetzt, knapp einen Monat bevor die Saison am 1. Dezember ende, steht schon fest: 2013 war eine Rekordsaison. Auch der regnerische Herbst hält viele nicht davon ab, zu starten. "Nass wird man sowieso", sagt Sühs. Vor allem durch das Gruppengeschäft sei die Anlage wetterunabhängiger geworden. 500 Schulklassen und weit über 1000 Gruppen haben gebucht — zumeist weit im Voraus.

Manche kommen noch nicht einmal, um Wasserski oder Wakeboard zu fahren. Sühs: "Gerade für Firmen-Events oder Hochzeiten sind die Grillplätze mit Strandfeeling beliebt." Da die Trauung am Maledivenstrand "mit den Füßen im Wasser" für die wenigsten finanziell zu bewerkstelligen sei, werde die Simulation an den Seen mit der zertifiziert hervorragenden Wasserqualität immer öfter nachgefragt.

Zudem sprächen die rückläufigen Zahlen der Reiseveranstalter dafür, dass immer mehr Familien den Urlaub am See bevorzugten. "Und die Sommerferien waren ja durchgängig schön. Viel wachsen können wir jedenfalls nicht mehr." Jetzt, in den Herbstferien, kämen viele Schüler wieder, die bereits in den großen Ferien erste Erfahrungen auf den Boards gemacht hätten.

Während der Schule bleibe einfach zu wenig Zeit, um ans Fahren zu kommen, was jetzt — zu günstigen Konditionen — nachgeholt werden könne. Vor allem das Gruppengeschäft trage über meteorologisch dürftigere Perioden.

Auch die angegliederte Gastronomie habe sich rasch vom schlechten Start erholt. Bei gutem Wetter kämen ja auch immer Nicht-Wassersportler auf einen Cocktail; oder um einen Happen zu essen: "Das sind dann die mit der meisten Schadenfreude. Dabei trauen sie sich nur nicht, es selbst zu versuchen." Damit sich das ändert, gibt es jetzt zwei Minibahnen, bei der Anfänger unter fachkundiger Anleitung unter sich üben können.

Wer meint, dass im Winter auf dem Gelände nichts zu tun ist, liegt falsch: 20 Mann sind bis in den März damit beschäftigt, Wasser und Grünflächen zu pflegen, die Technik zu warten und instandzuhalten, sowie bauliche Arbeiten zu erledigen — "und trotzdem schaffen wir eigentlich nie alles, was wir uns vornehmen."

In diesem Winter solle auch der hauseigene Shop wachsen, was die Stadt allerdings erst noch genehmigen müsse. Bis zum 16. November sollen jedenfalls die Bäume zurückgeschnitten werden, damit wieder stimmungsvoll mit großem Feuer St. Martin am See gefeiert werden könne (ab 17 Uhr). "Mit Blaskapelle und Pferd, alles spiegelt sich auf der Wasseroberfläche, das ist so romantisch, da kommen den Gästen die Tränen."

(maxl)
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