Radroute führt von Langenfeld nach Solingen

Langenfeld/Solingen : Radroute führt von Langenfeld nach Solingen

Eine 13,2 Kilometer lange Strecke zwischen den Stadtzentren von Langenfeld und Solingen ist jetzt für Radfahrer ausgeschildert. Die Bürgermeister hoffen, dass viele Pendler sie nutzen.

Es war ihr erstes und vermutlichen einziges Treffen als Radfahrer an der Stadtgrenze. Und glücklicherweise hatten Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider und sein Solinger Kollege, OB Tim Kurzbach, eine Regenpause erwischt, als sie sich vor den weiß-roten Täfelchen an der B229 positionierten. Gemeinsam wiesen sie auf eine jetzt zwischen beiden Stadtzentren ausgeschilderte Fahrradroute hin. Sie ist 13,2 Kilometer lang und überschreitet die Ortsgrenze an der Ohligser Straße, deren Solinger Fahrbahnhälfte Bonner Straße heißt. An dieser Stelle können sich Radler anhand der Hinweisschilder entscheiden, ob sie entlang der B229 in Richtung Langenfelder City fahren möchten oder lieber abseits des Autoverkehrs über die neue Route durch Wiescheids Mitte.

„Wir hatten uns bei unserem regelmäßigen Austausch darauf verständigt, diese Route für Radler auszuschildern“, sagt Schneider. „Sie soll besonders Berufspendler ansprechen, ihr Auto stehen zu lassen und das Fahrrad zu nutzen. Freizeitradler haben womöglich ihre eigenen Lieblingsrouten. Hier geht es um möglichst kurze und doch sichere Wege in die Stadtzentren.“

Entlang der Radroute weisen  Schilder (Bild: Winkel) den Weg. Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

Die ausgeschilderte Route überwindet nach Angaben des Langenfelder Klimaschutzbeauftragten Ronald Faller einen Höhenunterschied von rund 230 Metern. „Das hügelige Bergische sollte kein Hinderungsgrund sein“, meint Kurzbach. „Es gibt ja schließlich neben Mountainbikes auch Elektrofahrräder.“

Vom Langenfelder Stadtzentrum aus  weisen wenige Schilder mit Entfernungsangaben und viele kleine Tafeln mit Richtungspfeil den Weg in Richtung Solingen. Die Strecke führt über die seitlichen Schutzstreifen entlang der Solinger Straße, Immigrather Platz und die Bahnunterführung zum Kreisel an der Hardt. Dort geht es nach links über die Arnold-Höveler- und Kronprinzstraße, Kurfürsten- und Winkelsweg, Winkel, Tiefenbruch- und Kirchstraße.

Auf Solinger Gebiet verläuft die neue Radroute über Aufderhöhe und Mangenberg, teils über Nebenstraßen, teils auch über die L67 (Löhdorfer- und Mangenberger Straße). Bisher war die Verbindung über die B229 (u.a. Aufderhöher- und Neuenkamper Straße) ausgeschildert. „Die neue Route ist rund 800 Meter länger, aber wesentlich angenehmer zu fahren“, sagt Kurzbach. „Sie lässt das 40 Meter tiefe Nacker Bachtal aus, zudem ist das Verkehrsaufkommen deutlich geringer.“ Die bisherigen Schilder bleiben erhalten, so dass auch Solingen-Höhscheid ans Netz angebunden bleibe.

Nach Ronald Fallers Angaben soll auch in Langenfeld das in die Nachbarstädte führende Routennetz weiter verdichtet werden. „Das ist ein Wunsch der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte in Nordrhein-Westfalen, der wir ja seit kurzem angehören.“ In Richtung Hilden wird der Radweg demnächst verbessert. Auch Hinweisschilder mit Entfernungsangaben für Radler nach Monheim, Leverkusen und Leichlingen stehen an etlichen Stellen in Langenfeld.

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