Langenfeld: Prismaschule darf ihren Namen behalten

Langenfeld: Prismaschule darf ihren Namen behalten

Die Monate, in denen es eine Felix-Metzmacher-Schule gibt, sind gezählt. Denn mit Auslaufen der Hauptschule im Sommer 2018 wird auch der geschichtsträchtige Name verschwunden sein. Statt dessen heißt der schicke Gesamtschul-Neubau neben dem Rest der katholischen Hauptschule "Prismaschule".

Zwar hatte der Rat damals beschlossen, den Namen der katholischen Hauptschule an die neue Gesamtschule weiterzugeben. Aber mit der Einschränkung, die Schulkonferenz an der Namensfindung zu beteiligen. Damit nicht zwei Schulen mit dem gleichen Namen existierten, hatte man der Gesamtschule den vorläufigen "Arbeitstitel" Prismaschule gegeben. Mittlerweile, sind sich die Ausschussmitglieder einig, sei der Titel Prismaschule zur Marke geworden, ein landesweites Vorzeigeprojekt mit einem ganz neuen Konzept, das nichts mehr mit der einstigen Hauptschule zu tun habe, so Andrea Meybom (CDU). Frank Noack (FDP) stellte die ganz unromantische Frage: was denn eine MINT-Schule (mathematisch-naturwissenschaftlich) mit einem preußischen Beamten wie Metzmacher zu tun habe. Hier werde etwas zusammen gebracht, das nicht zusammen passt, meinte auch die SPD. Und man solle auf keinen Fall die Schulgemeinschaft überstimmen, schließlich müsste die mit dem Namen leben und sich damit identifizieren. Beate Barabasch von den Grünen erinnerte daran, dass auch die Namen Gutenberg-Realschule und die Käthe-Kollwitz-Schule nicht weiter liefen.

Schlierkamp und Rejek ließen sich kaum von den versöhnlichen Worten des Gesamtschulleiters Raoul Schlösser beschwichtigen. Er, selbst Geschichtslehrer, wies auf die geschichtsträchtige Fassade des neuen Gebäudes hin, auf die wieder aufgestellte Metzmacher-Büste und die als Erinnerung eingebauten Türen der historischen Schule. "Natürlich werden wir im Unterricht auf die Geschichte Bezug nehmen und eventuell gemeinsam hierzu erklärende Info-Tafeln erarbeiten."

(ik)
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