Kreis Mettmann: Polizei und Feuerwehr spenden Blut

Kreis Mettmann : Polizei und Feuerwehr spenden Blut

Vor den Sommerferien müssen die Blutbanken aufgefüllt werden. Die Kreispolizeibehörde macht mit.

Wenn es um das Thema "Bluttransfusion" geht, sind sich Feuerwehrleute und Polizeibeamte einig: Die Bereitschaft zur Blutspende muss hoch sein, das Interesse in der Bevölkerung gestärkt werden - das gilt auch für den Kollegenkreis. Rücken die Sommerferien näher, schrumpft erfahrungsgemäß die Anzahl der Blutspender. "Das ist eine große Herausforderung für uns", meint Polizeibeamter Thomas Körner: "Wir möchten darum die Menschen noch vor den Ferien erreichen, bevor sie in den Urlaub fahren. Denn wie zu allen Jahreszeiten muss im Sommer der Bedarf an Blut gedeckt werden."

Leider gebe es auch in den Sommerferien viele Verkehrsunfälle, bei denen die Unfallopfer auf Blutkonserven angewiesen seien, fügt Körner hinzu. Die Gewerkschaft der Polizei Kreisgruppe Mettmann organisierte deshalb gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Westdeuten Spender-Zentrale (WSZE) eine Blutspendenaktion, die im Innenhof der Kreispolizeibehörde Mettmann stattfand.

Diesmal nahmen auch die Kollegen der Feuerwehr Mettmann an der Aktion teil.

Das DRK brachte sein Blutspende-Mobil mit, einen Bus, der im Inneren alles bietet, was zum Blutabnehmen nötig ist. "Dieses Gefährt ist in halb Nordrhein-Westfalen unterwegs", berichtet Christina Valero-Gomez. Sie ist gelernte Arzthelferin und beim WSZE tätig. Im Innenhof der Polizeiwache stand sie den Blutspendern mit Rat und Tat zur Seite. Wer spenden wollte, musste zuerst bei Annette Diel vorstellig werden: Die ehrenamtliche Helferin aus Mettmann saß in einem kleinen Transporter und leitete die Anmeldungen der Blutspender. Diese Papiere gingen danach in die Hände eines Arztes, der im Bus saß. Unweit hatte Ulrike Merlo ihren Arbeitsplatz. Thomas Körner ließ sich von der DRK-Mitarbeiterin die Körpertemperatur bestimmen. Das geschah sehr schnell mit einem optischen Thermometer, das sie dem Polizisten vor die Stirn hielt. Dann bekam Körner einen Stich ins Ohrläppchen und Merlo entnahm ein Blutströpfchen. "Ich ermittle jetzt schnell mit einem Gerät den Eisenwert im Blut", erklärte Ulrike Merlo: "Ist dieser zu gering, kann Herr Körner nicht spenden." Aber dazu kam es nicht - der Polizeibeamte hat schon mehr als 60 mal Blut gespendet. "Seit meinem 18. Lebensjahr bin ich fleißig dabei, finde Blutspenden sehr wichtig." Körner trägt immer einen Organspenderausweis in der Tasche. Als Privatmann besucht er im heimischen Velbert die Blutspendenaktionen: "Dort gibt es eine rege Bereitschaft in der Bevölkerung", lobt er.

Wer sich im Inneren des Blutspende-Mobils sein Blut abnehmen ließ, hatte es gemütlich. Polizeibeamter Thomas Rosen ruhte auf einer roten Liege aus Leder. Eine Nadel steckte in seiner Armbeuge, neben ihm füllte sich langsam eine Blutkonserve. "Sieben Mal habe ich schon gespendet", erzählte Rosen, "und ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass der Bestand an Blutkonserven sich vermehrt." Für Feuerwehrmann Dieter Schneider gehört die Bereitschaft zur Blutspende zum Berufsverständnis: "Es ist ein Akt der Nächstenliebe. Wer bei der Polizei oder Feuerwehr und gesund ist, hat meiner Meinung nach die Pflicht, bei diesen Spendenaktionen mitzumachen."

Der Kriminalbeamte Norbert Brunswick hatte seine Blutspenden exakt abgezählt: "Heute ist meine 31. Spende." Er könne jederzeit selbst in die Situation geraten, auf Bluttransfusionen angewiesen zu sein, darum spendet er seit mehr als 15 Jahren.

(RP)
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