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Polizei rät Eltern, Schulweg mit Kindern in Langenfeld und Monheim zu üben

Noch in den Ferien : Polizei rät Eltern von i-Dötzen, gemeinsam den Schulweg zu üben

Ab August gehen in Langenfeld rund 600 i-Dötzchen regelmäßig zur Schule und in Monheim etwa 440. Der kürzeste Weg ist dabei nicht unbedingt der sicherste.

Insgesamt etwa 4300 Kinder im Kreis Mettmann dürfen sich nach den Sommerferien offiziell i-Dötzchen nennen. Denn am 13. August beginnt für sie die Schule. „Premiere feiern die i-Dötzchen dabei aber nicht nur als Schülerinnen und Schüler, sondern auch als regelmäßige Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer“, sagt ein Sprecher der Kreispolizei  und rät allen Eltern: „Jetzt ist die Zeit, um noch einmal intensiv und wiederholt mit Ihren Kindern den sicheren Schulweg zu üben.“ Wie das geht, hat Verkehrssicherheitsberaterin Ilka Steffens von der Kreispolizei nun bei einem Ortstermin vorgemacht.

„Die Kante am Bordstein, das ist der Stoppstein. Da muss man stehenbleiben und gucken, ob ein Auto kommt, bevor man über die Straße läuft“ –  Julian (5) hat das Prinzip verstanden. Gemeinsam mit seinem Freund Mika (6) schaut er nach links und rechts, und dann geht es zügig auf die andere Straßenseite. „Alles richtig gemacht“, lobt die Verkehrssicherheitsberaterin. „Nur denkt daran: Auf der Straße heißt es: ‚Nicht rennen und nicht pennen!‘“, so die Polizeihauptkommissarin.

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„Die letzten Wochen vor dem Schulstart sollten noch einmal alle Eltern nutzen, um intensiv mit ihren Kindern den sicheren Weg zur Schule zu üben. Ziel muss es sein, dass die Kleinen den Schulweg irgendwann sicher alleine bewältigen können und somit selbstständige Verkehrsteilnehmer werden“, erklärt  Steffens. Wichtig sei, dass der kürzeste Schulweg nicht unbedingt der sicherste ist: „Erstellen Sie mit Ihrem Kind zusammen einen kindgerechten Schulweg. Das Kind sollte stärker befahrene Straßen nur äußerst selten und bevorzugt an Querungshilfen wie Ampeln, Zebrastreifen oder Mittelinseln überqueren.“ Dabei gebe es einige wichtige Punkte zu beachten. „Der erste Tipp lautet: Erklären Sie Ihren Kindern, dass diese möglichst nur auf dem Bürgersteig gehen sollen. Diesen teilen Sie auf in die so genannte Kinder- sowie die so genannte Straßenseite. Die Kinder können sich leicht merken, dass sie nur auf den Kinderseiten, also nahe der Häuser, gehen sollen.“

Ein weiterer wichtiger Punkt des Trainings sollte sein, den Kindern die Wichtigkeit des „Stoppsteins“ beizubringen: „Ihr Kind sollte immer wissen, wo es stehen bleiben muss, bevor es die Fahrbahn überquert. Das konsequente Stehenbleiben vor der Bordsteinkante ist von erheblicher Bedeutung. Die Kinder können sich den Spruch: ‚Ein Stoppstein heißt stehen und nicht gehen‘ erfahrungsgemäß gut merken. Erst wenn sich das Kind dann vergewissert hat, dass die Straße frei ist, darf es rübergehen. Dabei sollte nicht getrödelt, aber auch nicht gerannt werden“, so  Steffens.

Anders sehe die Sache aus, wenn die Sicht auf die Straße behindert ist, etwa durch parkende Autos: „Dann müssen die Kinder zusätzlich zum Stoppstein auch an der Sichtlinie stehen bleiben und sich noch einmal vergewissern, dass kein Auto oder ein anderer Verkehrsteilnehmer kommt.“ Die Sicherheitsberaterin empfiehlt, den Schulweg mehrmals und wiederholt einzuüben und die Kinder immer wieder zu loben, wenn sie ihre Sache gut gemacht haben. „Was wir nicht gebrauchen können ist, wenn den Kindern Angst gemacht wird. Unter Stress lernt das Kind nichts.“

Von Stress oder gar Angst ist bei Mika und Julian an diesem Tag mit Ilka Steffens jedenfalls nichts zu spüren. Die beiden Kinder versprechen: „Bis es in die Schule geht, wollen wir noch weiter üben.“

(tobi/mei)