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Politik möchte Pumptrack-Anlage in Langenfeld

Standorte in Langenfeld gesucht : Politik möchte Pumptrack-Anlage

Fünf Standorte sind in der engeren Auswahl. Laut Verwaltung kann der Bau aber erst im kommenden Jahr beginnen. In diesem Jahr kann geplant werden.

Die von der Langenfelder Politik gewünschte Pumptrack-Anlage ist auf einem guten Weg. Seit dem Abbau der privaten Anlage, die Orthomolchef Nils Glagau auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hatte, hoffen Radfahrer wie Skater auf einen Ersatz. Die Politik beauftragte die Verwaltung, nach geeigneten Standorten zu suchen.

„Wir haben fünf Standorte im Stadtgebiet ausgemacht, die sich für den Bau einer Pumptrack eignen“, erläuterte Ingo Schwarz vom Referat Stadtplanung und Denkmalschutz. Am Mittwochabend stellte er sie den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses vor. Als Kriterien für die Grundstücksauswahl nennt Schwarz Größe, Eigentumsverhältnisse, Zuschnitt, Altlasten, Verkehrsanbindungen (Fuß- und Radwege, Buslinien, Parkplätze), Baulasten, Planungs-, Wasser- und Naturschutzrecht. Auch soziodemografische Daten (Anzahl der Kinder und Jugendlichen im ein Kilometerradius und die Anzahl von Vereinen) stehen als Kriterien auf der Liste.

Als Standorte kommen demnach Areale südlich und nördlich der Theodor-Heuss Straße, Hausinger Straße, ein ehemaliger Bolzplatz im Landschaftspark und der Freizeitpark in Betracht. „Wir favorisieren die Standorte nördlich der Theodor-Heuss-Straße (Freibad) und den Freizeitpark, weil für die beiden Baurecht besteht.“

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Auf Nachfrage, wie schnell denn gebaut werden könne, folgt die Ernüchterung. „Wir können die Planung in diesem Jahr vorantreiben“, sagte Stephan Anhalt, Leiter des Referats Stadtplanung und Denkmalschutz. „Dafür benötigen wir aber ein Planungsbudget.“ Offen sei derzeit, welches Referat die Aufgabe übernehme: Umwelt, Verkehr, Tiefbau, Betriebshof oder Gebäudemanagement. Einen Baubeginn oder die Fertigstellung in diesem Jahr schließt Anhalt aus. Man könne mit den Planungen beginnen und frühestens im kommenden Jahr mit dem Bau starten. „Wir ermitteln die Planungskosten“, sicherte Anhalt auf Nachfrage der Politik zu.

Einen Beschluss fassten die Politiker nicht. Sie wollen zunächst die Standortfrage klären und weitere Information der Verwaltung zu möglichen Kosten erfahren. Die entsprechenden Beratungen führt der Ausschuss in der Februarsitzung weiter. 

Pumptracks waren einst reine Mountainbike-Strecken aus Erde und Lehm. Auf modernen Anlagen, die aus Asphalt oder Beton bestehen, trainieren auch Skateboarder und Inline-Skater Kunststücke.