Monheim: Platz für 80 Pflegebedürftige

Monheim : Platz für 80 Pflegebedürftige

Im Frühjahr 2007 soll mit dem Bau des Alten- und Pflegeheims der Diakonie Aprath an der Opladener Straße begonnen werden. Das Gebäude wird in drei Wohnbereiche für 25 bis 30 Menschen aufgegliedert.

Wenn die Politik mitspielt und die Verwaltung zügig arbeitet, kann bereits im Frühjahr 2007 mit dem Bau des Diakonie-Alten- und Pflegeheims an der Opladener Straße/Zille-Platz begonnen werden. Stadtplaner Thomas Waters ist sich sicher, dass diese Leistung durch seine Behörde erbracht werden kann. „Wir sind dabei, den Bebauungsplan aufzustellen, um für das Vorhaben der Bergischen Diakonie Baurecht zu schaffen.“ Die für das Projekt vorgesehene Fläche sei rund 5000 Quadratmeter groß. Parallel dazu muss die Hermann Kirchner Projektgesellschaft mbH aus Bad Hersfeld ihre Pläne einreichen. Das Gebäude soll nach den bisherigen Vorstellungen als dreigeschossiger Baukörper mit Staffelgeschoss in U-Form erstellt werden. Entworfen wird das Altenheim von den Aachener Architekten HKS. „Es muss in das städtebauliche Konzept passen“, so Waters.

Die Diakonie Aprath stellt in einem Konzept zu der neuen Einrichtung an der Opladener Straße heraus, dass es dort Platz für 80 dauerpflegebedürftige Menschen sowie sechs Kurzzeitpflegeplätze geben wird. Vorgesehen ist eine Tagespflegeeinrichtung für Menschen mit Demenz sowie Wohneinheiten für Paare. Ferner sollen dort verschiedene niederschwellige Angebote (Demenzberatung, Alzheimercafé, Teilnahme an Gruppenangeboten des Sozialen Dienstes, Ferienfreizeiten) vorgehalten werden.

Drei Wohnbereiche

Die dauerstationäre Pflegeeinrichtung wird laut Investoren nach neuesten Erkenntnissen konzipiert und in drei Wohnbereiche für 25 bis 30 Menschen aufgegliedert. Ein Bereich soll Bewohnern offen gehalten werden, die noch am öffentlichen Leben selbständig teilnehmen können. Ein weiterer Bereich soll somatisch erkrankten Bewohnern mit den Pflegestufen 2 und 3 ein neues Zuhause bieten. Der dritte Wohnbereich bietet weitere 26 Plätze für Menschen mit Demenz. Dort sollen die Bewohner in einer Wohngemeinschaft ähnlich wie in er Einrichtung an der Kirchstraße 8 täglich begleitet werden.

Heimleiterin Ulrike Nehrke: „Selbstverständlich wird auch in der neu konzipierten Einrichtung ein Sozialer Dienst (Sozialpädagogen, Therapeuten, Künstler) zur Verfügung stehen. Dieser stimmt sein Angebot ganz auf die Klientel ab und kooperiert eng mit dem Sozialen Dienst des Hauses an der Kirchstraße.“

Im Leitbild der Bergischen Diakonie Aprath sei die Offenheit der Einrichtungen für alle Menschen festgeschrieben. Pfarrer Peter Iwand: „Wir sind ein Unternehmen der freien Wohlfahrtspflege und wenden uns Menschen zu, die unsere Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Wir tun das unabhängig von ihrer religiösen, nationalen und kulturellen Herkunft.“ Auch pflegebedürftige Menschen ausländischer Herkunft „werden selbstverständlich bei uns aufgenommen.“

(RP)
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