Langenfeld: Partner Ennis rückt näher

Langenfeld: Partner Ennis rückt näher

Die 25 000 Einwohner zählende Gemeinde im Südwesten Irlands könnte schon bald Langenfelds erste englischsprachige Partnerstadt werden. Bei einem Kurztrip vertiefte Bürgermeister Frank Schneider die Kontakte.

langenfeld/ennis Die so lange schon gewünschte Partnerschaft mit einer englischsprachigen Stadt rückt näher: Mit einer "Fülle interessanter Eindrücke sowie der Zusage für einen Gegenbesuch im Sommer" sind nach eigenen Angaben Bürgermeister Frank Schneider und sein erster Stellvertreter Dieter Braschoss (beide CDU) von ihrem zweitägigen Kurztrip in die irische 25 000-Einwohner-Stadt Ennis zurückgekehrt.

Auf Einladung des dortigen Bürgermeisters Frankie Neylon lernten die beiden Langenfelder neben dem Leben und der Geschichte der um 1200 von Franziskanern gegründeten Stadt vor allem die Tradition des Saint-Patricks-Day mit einer Parade durch die Innenstadt hautnah kennen. Im Mittelpunkt des ersten offiziellen Besuches standen laut Schneider "vor allem die möglichen Anknüpfungspunkte für eine spätere Partnerschaft der Städte Ennis und Langenfeld".

Als mögliche Felder eines Austausches der Menschen beider Städte kämen neben Schulen auch Sportvereine und Musikgruppen in Frage. Ennis ist die Hauptstadt des County Clare und berühmt für seine zahlreichen Musikfestivals.

Den Anstoß zur Kontaktaufnahme mit der Jahrhunderte alten, am Fluss Fergus gelegen Marktstadt im südlichen Westen der "grünen Insel" gab laut Angela Odenthal vom federführenden Rathaus-Referat 101 ein Kölner mit schottischen Wurzeln. Der wusste um Langenfelds Brautsuche im englischen Sprachraum und schlug in einem Brief an die Verwaltung - passend zum letztjährigen Langenfelder Ländermotto "Irland" eben Ennis vor. Darauf bekundete Schneiders Amtsvorgänger Magnus Staehler gegenüber der Kreisstadt im County Clare sein grundsätzliches Interesse und schaltete zudem die irische Botschaft ein.

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Gegenbesuch zur Schlemmermeile

Nach den gut verlaufenen Gesprächen während seiner Reise in dieser Woche möchte Schneider im nächsten Schritt "unseren neuen Freunden aus Irland unsere Stadt präsentieren". Für die Schlemmermeile Ende August habe er eine Delegation aus Ennis mit Amtskollege Neylon eingeladen.

"Die Impressionen und Gespräche unseres Besuches lassen mich optimistisch in die Zukunft blicken, da ich das Gefühl hatte, dass auch auf irischer Seite Interesse an einem intensiveren Austausch besteht." Die Stadtverwaltung könne dabei nur die erste vermittelnde und später unterstützende Rolle spielen. "Mit Leben müsste eine Partnerschaft durch die Menschen, insbesondere die Jugendlichen beider Städte erfüllt werden."

Dies sagten die beiden Langenfelder Bürgermeister übrigens auch in einem Interview mit dem Lokalradio von Ennis.

(RP)