Parkplätze hinter Kulturzentrum Langenfeld in der Diskussion

Langenfeld : Verwaltung legt Pläne für Parkdeck vor

Die Politiker im Planungsausschuss diskutierten über eine zweite Ebene hinter dem Kulturzentrum.

Eine Parkpalette mit einer zweiten Ebene ist hinter dem Kulturzentrum möglich. Diese Information gab Fachbereichsleiter Ulrich Beul am Donnerstag den Politikern im Bau- und Planungsausschuss. Die CDU hatte einen entsprechenden Prüfauftrag gestellt. Für eine Aufstockung müsste jedoch erst der bestehende  Bebauungsplan geändert werden. In diesem Zusammenhang sei es auch notwendig, die schalltechnische Auswirkung auf die angrenzenden Wohnhäuser an der Metzmacher Straße per Gutachten zu ermitteln. Eine schalltechnische Untersuchung aus dem Jahr 2005 hätte Hinweise darauf gegeben, dass es vor allem nachts zu Überschreitungen des Immissionsrichtwertes komme, die Einschränkungen bedeuten könnten.

Beul schlug vor, die Palette könnte in einer Stahl-/Betonkonstruktion errichtet werden. Es sei möglich, die untere Ebene etwas tiefer abzusenken, damit das obere Parkdeck nicht so hoch herausrage. Eine aufwendige Auf- und Abfahrt innerhalb der Konstruktion sei dann nicht notwendig. Heute gibt es hinter dem Kulturzentrum 59 Parkplätze. Durch den Neubau verdoppele sich die Anzahl. Ulrich Beul bezifferte die Kosten auf rund eine Million Euro. Darin enthalten sind die Herstellungskosten,  die Mittel für die  Planung und das Gutachten.

Die Politiker nahmen die Ausführungen zur Kenntnis und diskutierten kontrovers darüber, ob an dieser Stelle weitere Parkplätze notwendig sind. Johannes Spieth (Grüne) sagte, Langenfeld habe „kein Parkplatzproblem“. Weitere Stellflächen zu entwickeln sei heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Er sehe für „den Klimaschutz ziemlich Schwarz“, führte der Kommunalpolitiker weiter aus. „Wissen Sie eigentlich, wie viel Geld wir in Langenfeld in einem Jahr für den Fahrradverkehr ausgeben?“, lautete die rhetorische Frage.  Aus seiner Sicht sei das ein „schönes Thema“ für die kommende Kommunalwahl.

Barbara Aßmann (CDU) erklärte, gerade an dieser Stelle habe man ein Parkplatzproblem. Ihre Fraktion hatte Ende 2018 den entsprechenden Prüfauftrag an die Verwaltung gestellt. Eltern, die ihre Kinder zur Musikschule brächten und dann einkaufen gingen, würden dort ihre Autos parken. Weil man für Klimaschutz sei, könne man „nicht alle Autofahrer rausschmeißen“.

Auch die SPD unterstütze die Pläne. Joachim Herzig meinte: „Das haben auch wir in diesem Bereich immer gefordert. Wir müssen dort mehr Stellplätze hinkriegen.“ Dem widersprach Johannes Spieth: „Das ist wie beim Tauben füttern. Fängt man einmal an, kommen immer mehr.“ Andere Vertreter bemängelten, die übrigen Parkhäuser seien zu weit entfernt, wolle man das Kulturzentrum besuchen. Die Liberalen halten weitere Stellplätze rund um die Weiterbildungseinrichtung ebenfalls für angebracht.

Andres Menzel (BGL) schlug als Kompromiss vor, die Stadtverwaltung solle als ersten Schritt eine Analyse über die Auslastung der übrigen Parkhäuser in der Langenfelder Innenstadt liefern. Dann könne weiter überlegt werden, wie zu verfahren ist.

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