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Online-Konferenz zum Homeschooling in Langenfeld: So funktioniert Unterricht daheim

Homeschooling : So funktioniert Unterricht daheim

Auf großes Interesse ist am Freitagabend eine von der Stadtschulpflegschaft wegen der Corona-Pandemie organisierte Onlinekonferenz gestoßen.

Darin ging es nach den Worten des Pflegschaftsvorsitzenden Thomas Jagieniak um den „Homeschooling“ genannten Schulunterricht zu Hause, um Ansätze der einzelnen Schulen sowie konstruktive Verbesserungsvorschläge. Zusammen mit Lars Grabbe und Antonia Wunderlich hatte Jagieniak den Erfahrungsaustausch organisiert. Rund 170 Eltern nahmen direkt am Chat teil. Die rund 300 übrigen Interessierten wichen aus technischen Kapazitätsgründen auf Facebook aus, wo der Chat live gestreamt wurde.

„Wir alle haben mit den Onlinechats und digitalen Hausaufgaben einen neuen Zugang zu digitalen Medien erfahren“, meinte eine Mutter. „Die haben durchaus auch positive Effekte auf das Lernen. Mein Kind beherrscht jetzt das Schreiben am PC und liebt es, damit Hausaufgaben zu machen.“

Ein Vater befand, „dass die Kinder einen neuen, sinnvollen Umgang mit dem PC gelernt haben und nicht nur daddeln“. Eine Mutter zeigte sich vom Engagement der Lehrerschaft begeistert. „Wir haben unsere Kinder ganz neu kennengelernt und wissen jetzt, welchen herausfordernden Job viele Lehrerinnen und Lehrer täglich gerade jetzt machen müssen“, sagte eine Mutter, die gleich drei Kinder zuhause beschulen und begleiten muss.

In einer ersten direkten Onlineumfrage gaben 43 Prozent der Eltern dem Homeschooling ein „befriedigend“, 14 Prozent ein „ausreichend“, 33 Prozent ein „gut“ und 10 Prozent ein „sehr gut“. Nur ein Prozent bezeichnete das Homeschooling als „mangelhaft“.

Bemängelt wurde: dass einige Lehrer sich nicht bei den Kindern nach der Erledigung der Aufgaben zurückmeldeten und es keine Kontrolle gäbe. Zudem seien in einigen weiterführenden Schulen Absprachen von Lehrern untereinander teils chaotisch. Es gab aber auch viel Lob für Lehrer, die den Kontakt mit Kindern und Eltern ihrer Klassen pflegen. „Der Online-Austausch mit  Lehrern ist so wichtig. Unsere Klassenlehrerin schreibt den Kindern regelmäßig kleine Briefe und gibt ihnen tolle Basteltipps“, sagte eine Mutter. Kinder, die sonderpädagogisch betreut werden, wurden zudem persönlich aufgesucht. „Das hat toll funktioniert“, so eine Mutter. Viele Kinder lernten, sich selbst zu organisieren. Der Erfolg  hängt indes vom technischen Equipment ab. „Darauf sollten Lehrer achten, denn nicht jeder hat einen Drucker oder mehrere Computer“, sagte ein Vater. Eine alleinerziehende Mutter zeigte sich von dem Online-Elternabend begeistert.