Kommentar : Oberwasser

Dieter Donner, Koordinator der mehr als 100 000 (offiziell bekennenden) CO-Pipeline-Gegner im Kreis Mettmann, neigt nicht zu Euphorie. Und doch war ihm gestern die Freude über die jüngste politische Dynamik beim Thema CO-Pipeline anzumerken. Ein vom frisch gekürten grünen Landesumweltminister in Aussicht gestelltes neues Genehmigungsverfahren; eine – ebenfalls grüne – Düsseldorfer Regierungspräsidenten, die aus Sicht des Bayer-Konzerns marginale Nachbesserungsarbeiten flink für einen vorübergehenden Baustopp nutzt; und jetzt auch noch Schützenhilfe aus dem Berliner Bundeskabinett.

Demgegenüber haftet der demonstrativen Gelassenheit des Leverkusener Chemie-Konzerns ("Zusammenfassung bekannter Maßnahmen", "... begrüßen das angestrebte öffentliche Verfahren ausdrücklich") – gewollt oder ungewollt – der Odem des Zweckoptimismus' an. JJ

(RP)